Frau müde vor dem Laptop mit einer Tasse Kaffee
Müde beim Lernen - photo by magnetme (pixabay)

Kaffee, Mate & Co. – unsere Tipps gegen Müdigkeit beim Lernen

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Jede Student:in kennt kennt es. Die nächste Prüfung steht an und man kann sich einfach nicht konzentrieren. Man fühlt sich schlaff, übermüdet und schafft es kaum, die Augen offen zu halten.

Da greift man gerne mal zu einem koffeinhaltigen Getränk, um die „Down“ Phasen zu überwinden. Bei der Auswahl heutzutage greift aber nicht jede:r zum Gleichen. Kaffee, Energy Drink oder Mate Tee, wir verraten dir die Unterschiede der Helferlein, damit du der Müdigkeit beim Lernen den Kampf ansagen kannst!

Kaffee Zitat von Stefanie M.

Bevor wir uns in die Details zu unseren Lieblingskoffeinquellen stürzen möchten wir erwähnen, dass es natürlich auch andere Möglichkeiten gibt, die eigene Konzentrationsfähigkeit zu steigern bzw. besser zu nutzen. So könnt ihr beispielsweise bewusst euren Biorhythmus nutzen, eine ruhige Lernatmosphäre schaffen und regelmäßig Pausen an der frischen Luft einlegen. Auch ein besseres Zeitmanagement kann deine Lernerfolge äußerst positiv beeinflussen.

Grafik des durchschnittlichen Koffeingehalts - Tipps gegen Müdigkeit beim Lernen

Wie viel Koffein steckt drin?

So unterschiedlich wir Menschen sind, genauso unterschiedlich trinken wir auch unseren Kaffee. Wie viel Koffein dann in einer Tasse steckt, variiert dementsprechend. Um einen Überblick zu verschaffen, haben wir die gängigsten Kaffeesorten den anderen Energiespendern gegenübergestellt.

Die Dosis macht das Gift

Wie viel Koffein kann man dem Körper an einem Tag zuführen?

Ein:e gesunde:r Erwachsene:r verträgt bis zu 400 Milligramm am Tag. Konsumiert man mehr als diese Menge, können mögliche Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Nervosität, Herzrhythmusstörungen oder Schweißausbrüche auftreten.

In der richtigen Menge können unsere Energiehelfer jedoch auch viele positive Auswirkungen auf unseren Körper haben. Neben verschiedenen Vitaminen und Mineralien spielen dabei auch andere Faktoren eine Rolle. Was du dir von welchem erwarten kannst, haben wir für dich zusammengefasst.

Kaffee

Kaffee hat schon manche von uns durch lange Lernnächte gebracht, und dass uns dieser munter hält, ist wohl kaum ein Geheimnis. Was jedoch kaum jemand weiß, ist, dass Kaffee auch dazu beiträgt, das Erinnerungsvermögen zu stärken. Er stimuliert das Herzkreislaufsystem und kann somit die Konzentrations- und Speicherfähigkeit im Gehirn unterstützen. Neben stärkenden B-Vitaminen und Mineralien wirkt er sich auch positiv auf den Blutzuckerspiegel aus und kann somit vorbeugend gegen Diabetes Typ 2 wirken.

Illustration einer Kaffeetasse - gegen Müdigkeit beim Lernen

Energydrinks

Der Koffeingehalt in Energydrinks steigert unsere Leistung und Konzentration. Trotzdem sollte man Energydrinks nur in geringen Maßen konsumieren, da diese in vermehrten Mengen gesundheitsgefährdend sind. Der darin enthaltene Zucker wirkt zwar kurzfristig leistungssteigernd, ist jedoch langfristig gesehen schädlich für den Körper. Der süße Geschmack verführt oftmals auch dazu, am Tag mehr zu konsumieren, als der Körper pro Tag verarbeiten kann. Somit haben Energydrinks keine gesundheitlichen Vorteile, eher muss man aufpassen, diese nur in geringen Mengen zu konsumieren.

Illustration einer zerdrückten Dose

Mate

Mate bietet dir mehr als 200 Inhaltsstoffe wie zum Beispiel B-Vitamine, Vitamin A, Vitamin C, Theobromin, Theophyllin, Zink, Kalium, Eisen und verschiedenste Antioxidantien. Das bedeutet, die Vitaminbombe macht dich nicht nur fit für den Tag, sondern versorgt dich auch mit den notwendigen Vitaminen. Beim Lernen unterstützt er dich, indem er die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung verschärft. Weiters wirkt er entzündungshemmend, regt die Fettverbrennung an, reguliert Blutfettwerte, zügelt den Appetit und beugt Arteriosklerose und Bluthochdruck vor. Der Wirkstoff Theobromin lässt auch dein allgemeines Wohlbefinden steigern, das ist derselbe Wirkstoff wie in der Schokolade.

mate - gegen Müdigkeit beim Lernen

Wirkung

Eines haben alle drei Getränke gemeinsam: Wir lieben sie, weil sie uns dabei helfen, für große Prüfungen zu büffeln und dabei unsere Leistung und Konzentration boosten. Doch wie wir diese Wirkung empfinden, ist unterschiedlich. Dabei unterscheiden sich die Energielieferanten darin, wie schnell die Wirkung einsetzt und wie schnell diese wieder nachlässt:

Illustration einer Kaffeetasse

Kaffee

Nach dem Genuss eines Kaffees dauert es bis zu 30 Minuten, bis das Koffein im ganzen Körper verteilt ist. Wie lange der Körper braucht, um es wieder abzubauen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt auch von der Variante des Kaffees ab. Der Durchschnitt liegt bei etwa zwei bis vier Stunden. Doch was bei den meisten gleich ist, ist die nachfolgende Müdigkeit, sobald das Koffein aufhört zu wirken. Somit greift man danach gerne zu einer weiteren Tasse Kaffee, und dies kann in weiterer Folge zu einem Überkonsum an Koffein führen.

Illustration einer zerdrückten Dose

Energydrinks

Durch den hohen Gehalt an Zucker im Energydrink setzt die aufputschende Wirkung schon innerhalb von zehn Minuten ein. Jedoch ist auch genau das der Grund, weshalb die Wirkung des Energydrinks schon nach einer Stunde wieder abflacht. Darauffolgend verspürt man oftmals Müdigkeit, da der Zucker im Körper verarbeitet wurde und das Leistungsvermögen somit nachlässt.

mate klecks

Mate

Die Wirkung von Mate Tee tritt im Vergleich zu anderen Energielieferanten wesentlich langsamer ein, baut sich jedoch auch langsamer wieder ab. Somit verspürt man keinen direkten Energiekick, sondern wird von Zeit zu Zeit munterer und fokussierter. Grund dafür ist, dass dabei nicht nur das Koffein anregend und energiespendend wirkt, sondern sekundäre Pflanzenstoffe die Wirkung verstärken. Somit wirst du munterer, ohne eine große Menge an Koffein zu dir zunehmen. Dadurch, dass die Wirkung auch langsamer wieder abflacht, verspürt man selten eine nachfolgende Müdigkeit.

Was sagen Expert:innen dazu?

Parasto Azimi Nejad

Ernährungswissenschaftlerin

In einem Interview erklärte uns Ernährungswissenschaftlerin Parasto Azimi Nejad, wie ungesund Koffein in größeren Mengen und in Verbindung mit unserer Magensäure sein kann.

„Viele leiden an Sodbrennen und bringen dies vorerst nicht mit Koffein in Verbindung. Doch übermäßiger Konsum von Koffein führt zur Übersäuerung unseres Körpers und dies kann weitere gesundheitliche Probleme zur Folge haben.
Ich finde es wichtig, Alternativen zu suchen, die milder auf unseren Körper einwirken, ohne dabei auf die energetisierende Wirkung verzichten zu müssen. Als gesunden Muntermacher empfehle ich das Geheimmittel aller Sportler – den Mate Tee. Er ist voller Vitamine und hat keinerlei negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit.
Dabei darf man jedoch nicht vergessen – die Dosis macht das Gift!“

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Was ist deine Meinung zu den aufputschenden Helferlein? Eine gute Sache oder sollte man doch eher die Finger davon lassen? Sag es uns gerne in den Kommentaren!

 

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