Hippes Mädchen meditiert vor einer urbanen Betonmauer
Meditation für mehr Gelassenheit im Studium

4 Tipps gegen Stress im Studium

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Dass der Studienalltag nicht immer „Friede, Freude, Eierkuchen“ bedeutet, sondern auch ein großes Minus am eigenen Energiekonto, weiß man spätestens nach Abschluss des ersten Semesters. Zahlreiche Methoden helfen bei der Aufrechterhaltung des eigenen Energiehaushalts. Angelika, Lisa, Magdalena und Theresa stellen uns ihre Lieblingsaktivitäten vor, die auch in der stressigsten Lernzeit für viel Freude, Motivation und Gelassenheit im Studium sorgen. 

Tipp 1: Sport und Fitness

Angelika Popp tanzt auf vielen “Kirtagen”: Ob Studium, Vollzeitjob oder Mama von zwei Kindern – einige Herausforderungen gilt es für sie im Alltag zu meistern. Ihr Tipp: Beginne deinen Tag bereits früh mit einem kleinen Bewegungsworkout wie Yoga oder andere Kräftigungseinheiten! Dass es Sinn macht, gerade in zeitintensiven Lebensphasen Sporteinheiten in den Alltag zu integrieren, bestätigen auch zahlreiche Expertinnen und Experten. Denn Sport hilft bei der Stressbewältigung: „Es gibt übereinstimmende Befunde, dass sich Menschen nach einem 20-bis 30-minütigen Aerobic-Training ruhiger fühlen, und der beruhigende Effekt kann noch mehrere Stunden nach dem Training anhalten“, so Erica Jackson, Professorin für Bewegungswissenschaften an der Delaware State University. Auch der Sport- und Bewegungspsychologe Matthews bestätigt, dass Sport den positiven Effekt der Stressreduktion hat, aber auch Ängste und Depressionen abwehren kann. Worauf wartest du also noch? 

Tipp 2: Meditation & Mindfulness

Kennst du schon die “Loving–Kindness-Meditation“ (kurz: LKM)? Diese entstammt dem Buddhismus, führt einerseits zum Abbau von Stress und andererseits zu mehr Wohlbefinden. Die “bedingungslose Güte” gegenüber sich selbst und aller Lebewesen stehen bei dieser Praktik im Vordergrund. Lisa, Studentin des FH-Burgenland-Bachelorstudiengangs Information, Medien und Kommunikation, meditiert am liebsten morgens und weiß um den positiven Effekt des In-sich-Gehens: „Also beim Meditieren ist es so, dass ich mich auf mich selbst fokussieren kann. Außerdem hilft es mir, mit dem stressigen Alltag umzugehen. Das Meditieren trägt bei mir wesentlich zur Resilienzstärkung bei. Im Alltag heißt das für mich, dass ich Stressoren besser ausblenden kann.“ Bereits zehn Minuten täglich reichen aus, um Erfolge zu erzielen. Zahlreiche Mediations-Apps unterstützen den Einstieg in ein vielversprechendes Mental-Cleanup unserer vorgestellten Methode Nummer 2.

Tipp 3: etwas Neues erlernen

Ob man will oder nicht, eigentlich lernt man ein Leben lang. Unbewusst. Das zeigt ein Artikel der HOM-Hochschule, der sich näher mit lebenslangem Lernen beschäftigt. Denn durch die kleinsten alltäglichen Gegebenheiten, die man im Prozess so gar nicht wahrnimmt, beschäftigt man sein Gehirn immer wieder mit neuen Reizen. Der Vorteil dieser unterbewussten Vorgänge, die auch als lebenslanges Lernen bezeichnet werden, ist, dass sie uns auf Dauer fit halten.  

Magdalena, Lehramtsstudentin an der Universität Wien für Chemie und Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung für Sekundarstufe zwei, verrät uns, dass man sich auch durch Neues erlernen langfristig erfreuen kann: „Mein Alltag und Stundenplan ist oftmals sehr voll. Durch meine zwei Studienfächer bleibt mir nicht mehr viel Freizeit, doch die übrig gebliebene Zeit versuche ich bewusst Neuem zu widmen.” Dafür muss es aber nicht immer ein zeitintensives Hobby, wie eine neue Sprache zu erlernen, sein, erzählt uns Magdalena, die sich in ihrer heimischen Küche bewusst Freiraum von langen Lernsessions schafft. „Ehrlich gesagt, ich bin keine Sterneköchin, aber probiere mich trotzdem gerne an neuen Trends, die ich im Internet finde. Meistens am Wochenende nehme ich mir bewusst ein, zwei Stunden Zeit. Das ist für mich dann immer so eine Pause und das Beste daran? Danach habe ich immer etwas Gutes zu snacken, also wenn es mir gelingt”, gesteht sie uns.  

Bei Tipp 3 ist der Kreativität keine Grenze gesetzt, neues Erlernen kann jegliche Art von Tätigkeit sein. Vielleicht habt ihr bereits eine Idee, was demnächst euer neues To-do werden könnte. Magdalena hat uns mit ihrer Methode definitiv hungrig gemacht. 

Tipp 4: zwischenmenschliche Beziehungen pflegen

Freundschaften sind für die mentale Gesundheit – wer hätte es gedacht – eine enorm wichtige Ressource. Etwa sechs Millionen ÖsterreicherInnen fühlen sich laut einer Meinungsumfrage der Generali-Versicherung-AG Ende 2019 regelmäßig gestresst. Dabei wirken sich zwischenmenschliche Beziehungen positiv auf den Stress-Zustand aus. Theresa, Studentin des Bachelorstudiengangs Personalmanagement und Organisation an der FH-Wien der WKW, verrät uns, dass auch der stetige Austausch zu StudienkollegInnen Abhilfe schafft: „Die gegenseitige Unterstützung gibt mir das Gefühl, nicht alleine in dieser Situation zu stecken und das Gemeinschaftsgefühl motiviert und treibt einen weiter an.”  

Auch erzählt sie, wie neben persönlichen Treffen selbst ein kurzes Telefonat mit ihrer besten Freundin oder ein Videoanruf mit ihrem engsten Freundeskreis ein Wunder in Ausnahmesituationen bewirken kann: “Der enge Kontakt zu Freunden und Familie ist mir für meine psychische Gesundheit extrem wichtig, da es zum einen wieder einen Austausch und vor allem einen Ausgleich zum Studium schafft.

Mentale Gesundheit als Schlüssel zum Erfolg

Der Studienabschluss bedeutet eine enorme Bereicherung im Leben eines jeden Menschen. Doch bis es so weit ist, gilt es, Durchhaltevermögen und “Positivity” unter Beweis zu stellen. Denn häufig werden Studierende an – oder sogar bis weit über ihre eigenen Grenzen – geführt. Auch Angelika, Lisa, Magdalena und Theresa können ein Lied davon singen. Dennoch gelingt ihnen trotz aller Stressoren, den so wichtigen mentalen Ausgleich tagtäglich für sich selbst herbeizuführen. Wohlwissend, dass die mentale Gesundheit ihr Schlüssel zum Erfolg ist.

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