Spikeball Trampolin und ein Spielball
Ein Netz mit Rahmen und ein Ball: Es kann losgehen!

Warum plötzlich alle Spikeball spielen

Zuletzt aktualisiert:

Spikeball wird immer beliebter. Der Sport genießt nach langer Vergessenheit einen Höhenflug wie nie zuvor. Doch was ist Spikeball und warum ist es gerade bei Studierenden so im Trend?

Ein Trampolin, auf dem man nicht springen darf? Das kann nur ein Scherz sein, oder? Unter Kennern weiß man: Die Miniaturtrampoline, die Parks zurzeit aussehen lassen wie sehr, sehr kleine Vergnügungsparks, sind Teil des Trendsports Spikeball. Man springt also nicht, sondern schlägt stattdessen einen kleinen Gummiball auf das Trampolin. Die einst in Vergessenheit geratene Sportart erfreut sich gerade bei Studierenden wieder an Beliebtheit. 

Der erste Hype flaute schnell ab

Eigentlich heißt der Sport Roundnet. Meistens wird er aber nur Spikeball genannt, da das der Name des bekanntesten Herstellers der Roundnet-Sets ist. Das Spiel wurde vor gut 30 Jahren von Jeff Knurek erfunden, welcher vom Volleyball zu seinem Einfall inspiriert wurde. Leider hielt der Hype um den Sport damals nicht lange an.

Der Erfinder erzählt dazu: „Als ich das zum ersten Mal spielte, merkte ich, dass die Regeln und die Ausrüstung so simpel waren, dass dies ein Hit werden müsste. Aber Anfang der 90er Jahre hatten wir nicht die sozialen Medien von heute und somit nicht die Möglichkeit, Spikeball bekannt zu machen.“

Auftritte in Shows und die sozialen Medien lassen den Sport wieder aufleben

Im Jahr 2008 durfte Spikeball ein Revival feiern. Chris Ruder, der CEO von Spikeball Inc., konnte das Ruder herumdrehen. Mit neuem Equipment und dem Weg in die Medien schafft er es, den Sport wieder zum Trend zu machen. 2014 kamen die Produkte von Spikeball Inc. erstmalig in den Handel. Nach und nach kommt auch der Hype um das Spiel. Richtig bekannt wurde es dann durch die Erscheinung der Show „Shark Tank“ (das amerikanische Pendant zu „2 Minuten 2 Millionen“) und durch zahlreiche Erwähnungen auf bekannten YouTube-Kanälen, in Fernsehshows und in Zeitschriften. 

Game on! Die Regeln

Die Regeln des – mittlerweile – Mainstream-Sports erinnern ein wenig an Beachvolleyball: Zwei Teams zu je zwei Personen spielen gegeneinander. Der Ball wird jedoch nicht über das Netz, sondern auf das Netz gespielt. Dabei wird dieser in die Luft katapultiert und muss vom gegnerischen Team zurückgespielt werden. Die wichtigste Regel dabei ist, dass jedes Team den Ball nur dreimal berühren darf, bevor dieser wieder zurückgespielt werden muss. Mit welchem Körperteil gespielt wird, spielt dabei keine Rolle. Der Kreativität wird also keine Grenzen gesetzt, alles ist möglich. 

Wir haben einen Spikeball-Hotspot in Graz besucht und Studierende zur Trendsportart befragt:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Vom Trendsport zum Profi-Sport

Wer denkt, dass Spikeball nur von Studierenden in Parks gespielt wird, liegt nicht ganz richtig. Es gibt mittlerweile eigene Profi-Regeln für den Trendsport, die nach und nach von den nationalen Verbänden eingeführt werden. So gibt es für Nicht-Amateure erschwerte Regeln, die nationale und internationale Turniere schwieriger und spannender machen. Die genauen Vorschriften zu Spikeball kannst du auf der offiziellen Website nachlesen.

Ob Spikeball, oder Roundnet, in den nächsten Jahren seinen Hype behält, oder sogar zu einem bekannten Profisport wird, ist noch ungewiss. Klar ist, dass es mächtig Spaß macht und es sich auf jeden Fall lohnt, den Sport einmal auszuprobieren.

Mehr zum Thema

Zirkus, Schwertkampf und Besenreiten: Genug von 0815 Uni-Sport

4 Tipps gegen Stress im Studium

Sechs Schritte zur erfolgreichen Study-Work-Life-Balance

Empfehlung: Wenn ihr nähere Informationen und Bildmaterial zu Roundnet haben möchtet, empfehlen wir bei unserem Studikollegen Thomas auf TikTok vorbeizuschauen.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?
Leserwertung0 Bewertungen
0