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Burn-out im Studium? Hier bekommst du Hilfe!

Das Bild des faulen Studierenden ist längst passé: In Zeiten von Herausforderungen wie Lockdown, Distance Learning und Homeoffice wächst der Druck auf Studierende so stark wie nie zuvor. Die Studierendenberatungen in Österreich belegen diesen Umstand mit einem Anstieg der Beratungen um 25% im Vergleich zum Vorjahr. Entgegnen will man diesem Trend mit einer personellen Aufstockung von gar 40% der bisher beschäftigten Therapeuten.

Dauerstress oder Burn-out?

Nicht selten fallen in Gesprächen rund um die mentale Gesundheit Begriffe wie „Ausgebrannt sein“ oder „Burn-out“. Ausgebrannt sein ist laut vieler Studien zu einer Volkskrankheit geworden, die immer öfter schon im Studierendenalter zuschlägt. Wir sagen dir, wie sich ein Burn-out bemerkbar machen kann und was du dagegen tun kannst.

Stress als Statussymbol

Viele Menschen, besonders jene die allgemein als „erfolgreich gelten“, sehen Stress oft als ein Symbol von Status und Erfolg. Wenn aber Stress zum Statussymbol wird und du dir aber keine anderen eventuell weniger toxische Ziele suchst, steigt die Gefahr einer Überlastung. Die aktuelle Studierenden-Sozialerhebung des IHS zeigt: Österreichs Nachwuchsakademiker werden immer öfter von Stress und psychischen Beschwerden geplagt. Mehr als die Hälfte der knapp 50.000 Befragten leidet unter Konzentrationsschwierigkeiten, fehlender Motivation, Versagensängsten oder gar stressbedingten gesundheitlichen Beschwerden.

In Maßen genossen kann sich Stress aber durchaus positiv auswirken. Wenn du mal wieder spätnachts fieberhaft die nächste Zwischenpräsentation deiner Semesterarbeit finalisierst, setzt der Adrenalinkick zusätzliche Kräfte frei. Allein: Die Dosis macht das Gift.

Checkliste: Bin ich gefährdet?

Burn-Out ist laut der Definition ein „länger andauernder Zustand physischer, geistiger und emotionaler Erschöpfung“.

Das Fonds gesundes Österreich hat folgende Checkliste entwickelt, die dir erste Anzeichen eines „Ausgebrannt-seins“ aufzeigen können:

  • Ich finde es oft schwierig abzuschalten.
  • Ich ziehe mich vermehrt zurück.
  • Ich nehme oft Arbeitsprobleme mit in meine Freizeit.
  • Ich empfinde oft starken Widerwillen gegen meine Arbeit.
  • Ich habe den Spaß an den meisten Dingen verloren.
  • Ich leide unter Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit.
  • Ich erreiche mit immer mehr Energie immer weniger.
  • Ich brauche sehr viel Zeit um mich zu erholen.
  • Ich fühle mich ausgelaugt und kraftlos.
  • Ich fühle mich seit mehr als sechs Monaten erschöpft.

Siehst du dich in einigen der oben genannten Aussagen wieder? Wir haben einige Stellen zusammengefasst, die dir bei einem eventuellen Burn-out im Studium weiterhelfen können.

Wo finde ich Infos und Unterstützung?

Studierendenberatung Wien:

Die psychologischen Studierendenberatungen in Österreich haben immer ein Ohr für dich. Egal ob Telefon, E-Mail, Chat oder Videotelefonie: Die ausgebildeten Berater*innen stehen dir bei Wahl und Beginn des Studiums bei und beraten bei studienbezogenen und persönlichen Problemen. Und dies völlig unkompliziert und kostenfrei!

Hier findest du einen Kontakt zur Beratung, nebst vielen hilfreichen Informationen die dir im Studierendenalltag nützlich sein können: https://www.studierendenberatung.at/

Telefonseelsorge:

Die Telefonseelsorge ist eine Organisation, die rund um die Uhr Soforthilfe anbietet. Unter der Nummer 142 kannst du dich mit deinen Anliegen kostenlos an speziell ausgebildete Mitarbeiter*innen wenden. Auch ist eine Chatberatung möglich: www.telefonseelsorge.at bzw. telefonisch unter der 142.

ARGE Beratung:

Die ARGE Onlineberatung wird mit der Unterstützung der Kolping-Lebensberatungsstellen angeboten. Auf www.antworten.at kannst du eine Mail schreiben und Hilfestellungen zu Partnerschaftsfragen, Trennungsfragen, Tod und Trauer, Sinnfragen und vielem mehr erhalten. Mehr Infos findest du auf www.antworten.at.

Deine Meinung zählt: Wie geht es dir gerade?

Wie geht es dir in deinem Studium, kommst du gut mit dem Workload zurecht oder siehst du dich bereits Burn-out gefährdet? Hast du schon eine der o.a. Stellen kontaktiert und möchtest, gern anonym, über deine Erfahrungen berichten? Wir freuen uns über jedes Feedback und jede Anregung zu unseren Geschichten! Kontaktieren kannst du uns via Kontaktformular oder im Kommentarbereich unten.

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