fbpx
TOP

Der Schritt in die Unabhängigkeit

18 bis 20 Jahre haben deine Eltern jeden Scheiß von dir ertragen. Irgendwann reicht es auch den liebendsten Müttern und Vätern, und bevor sie dich vor die Tür setzen, solltest du vielleicht selbst den Schritt wagen und dich emanzipieren.

4
Minuten Lesedauer

Wer in Wien, Graz, Salzburg oder Innsbruck (also in den größeren Städten Österreichs) leben will, steht dann vor einem nicht zu übersehenden Problem: Geld, denn Wohnen ist teuer. Eine Wohnung in der Nähe der jeweiligen Universität: mehr als 15 Euro pro Quadratmeter. Im Mikrowohnungsbereich würde man sich das vielleicht sogar leisten können, aber in einer Schuhschachtel will man ja doch nicht leben.

Ziehe nicht nach Kaisermühlen

Eine Zeitlang kann die Suche nach günstigen Parametern sogar Spaß machen – wenn man keinen Zeitdruck hat und einen äußerst schwarzen Humor besitzt. Beschreibungen, die „Entzückende Garconniere“, „Romantisch VERTRAULICH“ oder „Kaisermühlen“ enthalten, solltet ihr aber auf jeden Fall sofort aussortieren.

Wenn ihr dann endlich realisiert, dass eigentlich neun von zehn Wohnungen diese Wörter enthalten, wird es Zeit über Alternativen nachzudenken. Die heißen: WGs oder von den Eltern Geld schnorren. Arbeiten kommt für einen guten Studenten ja eher nicht infrage, und wenn, dann sind es zumindest die absurdesten Jobs.

Andrij Bulba (CC 2.0 BY flickr.com/andrijbulba https://flic.kr/p/29VTAh)

© Matthias Lang

Trinke, um zu vergessen

WGs haben viele Vorteile und ebenso viele Nachteile. Du kannst gemeinsam kochen oder zumindest dem Mitbewohner das Essen stehlen. Keiner muss alleine Bier und Wein trinken, wenn du einen Mitbewohner hast, der gerne mit dir auf einer Wellenlänge im Prozentigen schwimmt. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass jemand daheim ist, um dein Amazon-Paket entgegenzunehmen. Vorteile, die dem WG-Leben nicht abzusprechen sind, denen aber auch Nachteile gegenüberstehen.

„Also da würde ich jetzt nicht reingehen“ ist ein unguter Satz, wenn du dringend aufs Klo musst – oder Besuch kommt. Die olfaktorische Belastung, die von einem Mitbewohner ausgeht, der eine Woche lang Fastfood gegessen hat, kann schmerzhaft sein. Außerdem: Das schmutzige Geschirr steht überall, außer im Geschirrspüler – wenn man solch eine holde Maschine überhaupt besitzt. Und dann gibt es noch dieses Thema, dass man eigentlich nie alleine ist. Niemals. Natürlich sind das subjektive Gründe gegen WGs – und auch noch eine sehr eingeschränkte Auswahl dieser, denn der Mitbewohner könnte natürlich auch Saxophon spielen oder 90er-Musik mögen. Aber jeder wird zumindest irgendwelche Gründe finden, die gegen das Leben in einer WG spricht.

Wenn jetzt aber die Nachteile überwiegen und es euch wirklich ernst ist, nicht arbeiten zu wollen, dann bleibt nur eine Lösung: Doch weiterhin Mama und Papa auf der Tasche liegen. Da entscheiden dann aber sie, ob dein neues WG-Zimmer nicht doch dein altes Kinderzimmer ist.

Wie finde ich die perfekte WG?

  • Erste Anlaufstelle bei der Suche eines WG-Zimmers ist ganz klar Facebook. Für jede kleinere und größere Studentenstadt gibt es zig Gruppen, die Semester für Semester der nächsten Generation Studenten, Zimmer zu schanzen. Schnell sein lohnt sich, denn für die besten Wohnungen gibt es meist genügend Interessierte.
  • Hör dich selbst mal in deinem Bekanntenkreis um: Fast immer kennt jemand jemanden, der wiederrum jemanden kennt, der gerade einen neuen Mitbewohner sucht.
  • Ganz oldschool solltest du auch einen Blick auf das Schwarze Brett in deiner Uni oder FH werfen. Gerade bei kleineren Hochschulen gegen Ende eines Semesters zahlt sich das oft aus.

Last but not least gibt es etliche Portale und Wohnungsbörsen, die dir die Suche erleichtern sollen. Klick dich doch mal durch www.wg-gesucht.de. Auch auf der Immobiliensuche von derstandard.at kannst du gezielt nach WG-Zimmern suchen.

Teile deine Meinung mit uns