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Einen Tag lang die Freizeit durchgeplant

Zeit ist das Wichtigste im Leben eines Studenten und daher auch essentiell für die Freizeitplanung. SOFA-Magazin hat die To-Do-Liste im Check.

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Schlaf wird überbewertet. Zumindest dann, wenn du ein Alter von 23 Jahren hast, dich Leitung von Irgendwas als Berufsbezeichnung nennen darfst und dir nebenbei gerade noch deinen Mastertitel erarbeitest.

Ich selbst bin das beste Beispiel dafür. Ein bisschen Zeitplanung, ein wenig Schlaf und schon steht berufsbegleitendem Studieren nichts im Weg. Zu meinem stressigen Job, ja auch Teilzeitkräfte können in Arbeit untergehen und Plusstunden machen, wäre der Wunsch nach einem Privatleben auch noch da. Eigener Haushalt, langjährige Beziehung und der Hang zum Serienjunkie stellen sich jedoch in der Reihe auch noch an. Diese Eigenschaften erleichtern das Zeitproblem ungemein, wie ihr euch denken könnt.

Pinterest ist alles

Immer die Woche gut im Voraus planen, das ist das Um und Auf. Angeblich soll das recht leicht gehen. Pläne oder schön geschriebene To-Do-Listen á la Pinterest liegen gerade im Trend und sollen die Lösung für das essentielle Zeitproblem sein. Sagen zumindest Miss, Elle & Co. Ich habe den Selbsttest gewagt und alle meine Erwartungen daraufgesetzt, dem Strudel der Zeitplanung entkommen zu können. Für mich eigentlich kein Problem – bin ja irgendwie unter die Hipster gegangen oder zumindest offiziell Pinterest-addicted – also passt eine To-Do Liste auch zu mir.

Doch die Umsetzung hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Natürlich lag es nicht daran, dass eine To-Do-Liste erstellt werden musste: Hier habe ich (wichtige und zeitraubende) Stunden damit verbracht, die Liste anhand von Pinterest-Vorlagen groß und bunt aufzuzeichnen und meiner kreativen Ader freien Lauf zu lassen. Sollte ja wenigstens „instagram-worthy“ sein. Zufrieden mit der Gestaltung und gut platziert in der Wohnung, war ich top-motiviert meine To-Do-Liste auch wirklich zu verwenden. Ich träumte sogar schon von den Hakerln und freute mich schon endlich mehr freie Zeit zu haben.

Mythos hin oder her

Schöne Vorstellung, aber leider nicht Realität: Meine Wenigkeit kann zwar schöne To-Do-Listen erstellen – könnte ich ja als Nebenverdienst machen, wenn ich doch nur Zeit hätte – jedoch diese leider nicht einhalten. Schon an Tag zwei der Challenge kam mir meine Chefin in die Quere. Mein Überstundenkonto stieg an und die Zeit für Privates bzw. meine To-Dos nahm ab. Die restliche Woche kämpfte ich mich nur noch durch die Liste, da ich ehrgeizig bin und die Challenge bestehen wollte. Leider war der Kampf vergebens. Endergebnis: vier von zehn Aufgaben erledigt bzw. abgehakt.

Jetzt also die große Frage, bin nur ich zu blöd dafür oder sind diese ganzen “Ordnungshelfer” nur ein Mythos? Ich plädiere auf Mythos, da ich nicht auf meinen Sieg verzichten möchte. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich eindeutig ein „Alles-wird-schon-gut-gehen-Typ“ bin. Fristen werden bei mir bis zum letzten Stichtag ausgenutzt und ich bin Meister darin, neue Tätigkeiten zu finden, die wichtiger sind als alles andere. So wird Fenster putzen schon mal vor Artikel schreiben für Job und Uni gestellt. Ich rede mich hier gerne darauf aus, dass mir noch die Inspiration fehlt – das zieht immer.

© Vanessa Rakitnik

Mein Fazit der Challenge

Ich hatte großes Gefallen am Erstellen meiner To-Do-Liste und so ganz nebenbei konnte ich auch meine Instagram-Seite damit aufhübschen. Die To-Do-Liste selbst hat mir über mein Dilemma jedoch nicht hinweggeholfen. Insgesamt also eine gute Zwischenaufgabe bzw. Ablenkung für den Insta-Feed, aber leider keine Erleichterung, um sich Zeit im stressigen Alltag freischaufeln zu können.

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