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Reduce, Reuse, Recycle – WELT RETTEN FÜR ARME

Klimaschutz klingt für viele Menschen erstmal teuer und anstrengend. Bei Energiesparmaßnahmen denkt man schnell an große finanzielle Investitionen. Als Vollzeit-StudentIn wird man es sich kaum leisten können, auf eine ökologischere Heizung oder Elektromobilität umzusteigen. Aber auch kleine Veränderungen im Alltagsleben können einen wertvollen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt darstellen. Und einige dieser Öko-Lifehacks sparen gleichzeitig viel Geld. So kann man auch mit kleinem Budget seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern. Hier stellen wir dir ein paar dieser Win-Win-Tipps für nachhaltigeren Konsum von Kleidung, Elektronik und Lebensmittel vor.

Ressourcenschonung im Kleiderschrank

Die Textilindustrie emittiert mehr CO2, als der gesamte internationale Flugverkehr und die Schifffahrt zusammen. Dennoch kann es schwierig sein, im „Fast-Fashion-Dschungel“ ökologisch produzierte Kleidung zu finden. Secondhand-Mode ist eine angenehme Alternative, um mit gutem Gewissen Trends zu setzen. Gerade in Städten gibt es mittlerweile eine Vielzahl an günstigen und gut sortierten Secondhand-Läden, teilweise auch spezialisiert auf Vintage Mode oder Designerteile. Auch Onlineplattformen wie „Kleiderkreisel“ oder „Willhaben“ bieten eine Möglichkeit, gute Secondhand-Ware zu kaufen oder gegen eigene Kleidungsstücke zu tauschen. Noch regionaler sind als Event organisierte Tauschpartys. Hier bringt man Kleidung und Accessoires, die man aus dem eigenen Schrank aussortiert hat und geht mit „neuen“ Lieblingsstücken nach Hause.

Digitalisierung ökologisch gestalten

Wir leben im digitalen Zeitalter und stehen dazu! Smartphones, Tablets und Notebooks erleichtern uns das Leben, werden aber für ihre Kurzlebigkeit und den hohen Ressourcenaufwand in der Produktion oft kritisiert. Startups wie „Fairphone“ bieten hier Abhilfe. Das „Fairphone“ ist ein nachhaltig hergestelltes Smartphone mit Android-Software, das anderen marktüblichen Geräten in keinster Weise nachsteht. Die Bestandteile können einzeln ausgetauscht werden, ein Reparaturset wird gleich geliefert. Ohne schlechtem Gewissen kannst du auch wiederaufbereitete Elektronik über diverse Onlineplattformen wie zum Beispiel „Refurbed“ kaufen. Deinen defekten Geräten kannst du mit dem Verkauf an Altwarenhändler noch eine Chance auf Wiederverwertung geben. Über „Bonavendi“ kannst du die Preise verschiedener Online-Ankaufsportale für Gebrauchtartikel vergleichen. So landen die seltenen Erden und energieaufwändig hergestellten Bestandteile in deinen Altgeräten wenigstens nicht im Müll.

Lebensmittel von der Tonne retten

Die Produktion von Lebensmitteln ist ein wahrer Energiefresser. Umso tragischer, wenn nicht verkaufte Produkte am Ende im Müll landen. KonsumentInnen erwarten sich bis zum Ladenschluss frisches Gebäck, Obst und Gemüse. Was übrig bleibt, muss wenige Minuten später weggeworfen werden. Hier setzen Initiativen wie „Foodsharing“ und städtische Fairteiler-Kühlschränke an. Noch genießbare Lebensmittel werden direkt von den Betrieben abgeholt und in öffentlich zugänglichen Kühlschränken gelagert. Dort kannst du dir so viel mit nachhause nehmen, wie du selbst verbrauchen kannst. Auf foodsharing.at kannst du dich außerdem als BetriebsabholerIn („Foodsaver“) registrieren. Auch die Standorte und die aktuellen Inhalte der Kühlschränke können hier eingesehen werden. Auch Restaurants und Take-Away-Imbisse kooperieren mit „Foodsharing“. Wenn du nach einem langen Lerntag in der Bibliothek keine Lust hast, selbst zu kochen, kannst du als registrierter „Foodsaver“ fertige Speisen von diesen Partnerbetrieben abholen. Denn die sonst oft so praktischen Lieferservice-Angebote sind nicht nur kostspielig, sondern auch aufgrund des Verpackungs- und Transportaufwandes ökologisch bedenklich. Der Ernährungsbereich bietet besonders viel Potential für einen nachhaltigeren Lebensstil und ein ausgeglichenes StudentInnenkonto.

Mit wenig Aufwand kann man also im Unialltag Geldbörse und Umwelt schonen. Neben den genannten Spar-Tipps gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, bewusster und klimaschonender zu konsumieren. So kann man mit etwas Recherche auch den eigenen Wirkungsbereich Schritt für Schritt nachhaltiger gestalten.

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