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Home, sweet Home

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So wohnen Studierende in Österreich

Zuhause ist kein Ort, sondern ein Gefühl. Ja, das hört sich schön an, aber ein Dach über dem Kopf brauchen wir trotzdem. Vor allem in der Studienzeit kann die Frage des Wohnens eine sehr schwierige sein.  

Bleibt man zuhause bei den Eltern oder ist der Studienort zu weit entfernt, um zu pendeln? Sucht man sich eine Wohngemeinschaft oder zieht man doch in ein StudentInnen-Wohnheim? Welche Wohnmöglichkeiten gibt es für Studierende und welche Vor- und Nachteile bringen sie mit sich? Zu den Wohnformen, die in Österreich bei Studierenden vertreten sind, zählen Wohnen im Elternhaushalt, Wohnen in einem Wohnheim, in einer Wohngemeinschaft, in einem Einzelhaushalt und Wohnen in einem Haushalt mit der Partnerin/dem Partner.

Die meisten haben etwas Eigenes

Laut der Studierenden-Sozialerhebung 2015 lebt der Großteil aller Studierenden in Österreich in einem eigenen Haushalt (46 Prozent). Davon lebt mehr als die Hälfte in einem Einzelhaushalt und der Rest in einem Haushalt mit Partnerin/Partner. Ein Viertel, also 25 Prozent, lebt in einer Wohngemeinschaft, 20 Prozent leben im Haushalt ihrer Eltern und neun Prozent in einem Wohnheim für Studierende.  

Viele Faktoren spielen eine Rolle

In der Studierenden-Sozialerhebung zeigt sich, dass Studierende, die bei ihren Eltern leben, die höchste Distanz zu ihrem Studienort haben, wohingegen Studierende in Wohngemeinschaften und Wohnheimen den kürzesten Weg haben. Auch die Wohnkosten sind bei der Wahl der Wohnform zu beachten. Hier lässt sich anhand der Sozialerhebung erkennen, dass Studierende in Einzelhaushalten mit durchschnittlich 450 Euro monatlich die höchsten Ausgaben für das Wohnen haben, während die Wohnkosten bei Studierenden im Wohnheim am geringsten ausfallen, mit durchschnittlich 310 Euro im Monat. Früher oder später müssen sich angehende Studierende Gedanken über ihre künftige Wohnsituation machen.  

Die Möglichkeiten sind zahlreich 

Wir wollten von Studierenden in unserem Umfeld wissen, wie das Wohnen während des Studiums für sie aussieht, ob sie sich aktiv für ihre Wohnsituation entschieden haben oder ob es sich einfach so ergeben hat und welche Vor- und Nachteile sie in diesen Wohnmöglichkeiten sehen.  

Fabian ist 22 Jahre alt und hat während seines FH-Pflichtpraktikums vier Monate in einer Wohngemeinschaft in Wien gelebt. „Mein Praktikum im Zuge des FH-Studiums habe ich in Wien bei einer Werbeagentur gemacht. Ich wohne in der Nähe von Wiener Neustadt und wollte nicht jeden Tag fast eine Stunde nach Wien pendeln, daher habe ich meinen Freunden erzählt, dass ich gerne nach Wien ziehen würde für diese Zeit. Es hat sich dann so ergeben, dass bei zwei meiner Freunde gerade ein WG-Zimmer frei wurde, wo ich dann eingezogen bin. Es war sehr angenehm, weil es gute Freunde von mir sind und wir sowieso gut klarkommen“, erzählt Fabian.  

Vorteile und Nachteile von Wohngemeinschaften

Fabian hat es sehr gefallen einen Sommer in Wien bei seinen Freunden zu verbringen. „Wir waren viel unterwegs. Da ich nach der Arbeit nicht nachhause pendeln musste, konnten wir viel unternehmen. Selbst wenn ich nicht unterwegs war, konnte ich mit meinen Freunden in der WG Zeit verbringen. Das kann natürlich auch ein Nachteil sein, da ich dadurch kaum zur Ruhe gekommen bin. Außerdem musste ich in dieser Zeit auch sehr sparsam leben, da die Miete hoch war und das Gehalt vom Praktikum nicht sehr hoch“, so der Student. 

Wie organisiert sich eine WG?  

Wir hatten eine WhatsApp-Gruppe, um uns zu organisieren. Das hat gut funktioniert. Wenn einer von uns gekocht hat, wurde für die anderen gleich mitgekocht. Außerdem hatten wir eine Haushaltskasse, in die jeder eingezahlt hat und mit diesem Geld wurden dann Lebensmittel für alle gekauft. Welche Produkte mit diesem Geld gekauft werden, haben wir uns vorher ausgemacht. Einen Putzplan gab es natürlich auch“, erinnert sich Fabian an seine WG-Zeit.  

Rückkehr zu den Eltern ist nicht immer einfach

Zumindest für Fabian war der Umzug nicht so angenehm. „Ich komme mit meinen Eltern gut aus, aber mein Heimatort ist mir zu langweilig. Zuhause zu wohnen ist für mich zwar billiger, aber ich möchte meine Freiheit haben und meinen Eltern nicht auf der Tasche liegen. Gerade bin ich wieder auf der Suche nach einer Wohnung, in die ich mit einem Freund einziehen möchte. Sobald ich einen Job gefunden habe, möchte ich ausziehen von zuhause“, meint Fabian.

Wie hoch war die Miete? 

Die Miete für Fabians 13-m²-Zimmer in der WG betrug 340 Euro. „Ich habe mir im Vorhinein schon die Miete angespart, um dann während des Praktikums keine Probleme zu haben“, sagt Fabian abschließend. 

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