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ÖH-Wahl Burgenland: Große Projekte stehen an

Nach der ÖH-Wahl steht eines fest: Die vier angetretenen Listen SEIPI, VSStÖ, die AG FH Burgenland und der RFS können einen gemeinsamen Sieg feiern – nämlich den gegen die geringe Wahlbeteiligung. 2017 gingen nicht einmal zehn Prozent der burgenländischen FH-Studierenden zur Urne. Heuer stieg die Wahlbeteiligung auf 15,82 Prozent an. „In absoluten Zahlen hat sich die Wahlbeteiligung sogar verdoppelt, obwohl wir rund 1.000 Studierende mehr hatten, die wahlberechtigt waren“, freut sich Florian Kaltenegger, Spitzenkandidat der stärksten Fraktion SEIPI und mittlerweile der neue Vorsitzende der ÖH FH Burgenland.

SEIPI konnte trotz einem Minus von mehr als drei Prozent ihre fünf Mandate in der Hochschulvertretung halten. Insgesamt erreichte die Liste 46,81 Prozent. „Heuer gab es zum ersten Mal vier Gruppen, die wirklich aktiv Wahlkampf betrieben haben“, sieht Kaltenegger als Grund für die Stimmeneinbußen. Dass der Student aus Pinkafeld den Vorsitz übernehmen wird, war schon vor der Wahl klar. „Es war bekannt, dass wenn man mich fragt, ob ich die Rolle übernehmen möchte, ich ,Ja‘ sagen werde.“

VSStÖ legte zu

Einen wirklichen Wahlsieg feierte der VSStÖ (Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich), der auf 32,9 Prozent kam. Die Liste sicherte sich mit einem Plus von 7,82 Prozent ein drittes Mandat in der Hochschulvertretung. „Wir vom VSStÖ sind sehr stolz über unseren erfolgreich geführten Wahlkampf und über das Ergebnis, welches sich wirklich sehen lassen kann. In vielen verschiedenen Gesprächen merkten wir immer wieder, dass sich die Studierenden in unserem Programm wiederfinden“, erklärt Jochen Pittnauer, der VSStÖ-Spitzenkandidat. Schließlich sei auch der VSStÖ die einzige Fraktion, die die „linke Hochschulpolitik“  vertrete. „Neben der politischen Agenda war und ist es uns mindestens genauso wichtig, für die Studierenden da zu sein. Danke an unsere Wählerinnen und Wähler für das Vertrauen!“, sagt der 22-Jährige.

Trotz Stimmenverlust: AG übernahm den zweiten Vorsitz

Die AG FH Burgenland verlor mit einem Minus von acht Prozent ein Mandat und pendelte sich bei 16,37 Prozent ein. AG-Spitzenkandidatin Ana Bojovic übernahm dennoch die Rolle der 2. stellvertretenden Vorsitzenden. SEIPI-Mandatarin Lea Millard ist 1. Stellvertreterin. „Mit unserer Mehrheit hätten wir alle Vorsitze stellen können, aber die Zusammenarbeit mit der AG hat in der Vergangenheit immer gut funktioniert“, erklärt ÖH-Vorsitzender Kaltenegger. Bei der ersten Sitzung der ÖH FH Burgenland, bei der auch FH-Geschäftsführer Georg Pehm und FH-Rektor Gernot Hanreich anwesend waren, sprachen die ÖH-Mitglieder über die ersten großen Projekte, die umgesetzt werden sollen.

Das Sofa-Magazin gibt euch einen Überblick:

Projekttopf für Projekte der Studenten
Studenten können Projekte einreichen. Die ÖH stimmt dann ab, welche unterstützt werden.

Workshops mit der Universität Pula (Kroatien)
Das Hauptziel des Projekts „Connexio“ ist es, Studenten aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Hintergründen und Sprachen zusammenzubringen. Die Kooperation der Studentenvertretungen besteht seit knapp zwei Jahren. Die Workshops finden abwechselnd in Österreich und in Pula statt, jeweils von Donnerstagabend bis Sonntag. Erste Workshops drehten sich zum Beispiel um die Themen  Digital Marketing, die Geschichte zur DSGVO oder wie man sich richtig bewirbt.

Projekt „Psychosozialer Dienst“
Die ÖH strebt für die Studenten eine Kooperation an (derzeit in der Entstehungsphase).

Veranstaltungen
Geplant sind diverse Events, wie zum Beispiel ein Semesteropening, „After Wunschpunsch“, Semesterclosing sowie eine Grillfeier und vieles mehr.

Gespräch mit Mensa-Verantwortlichen ist geplant

Ebenfalls zur Diskussion standen bei der Sitzung die Dauerbrenner-Themen Parkplätze und Mensa. Vor allem in Eisenstadt seien die Studenten mit dem Mensa-Angebot und der Parkplatz-Situation nicht zufrieden, berichtet Kaltenegger. Laut Geschäftsführer Pehm, decke sich dies auch mit den Umfragen, die die FH unter den Studierenden regelmäßig durchführt. Neben den Parkplätzen und der Mensa werde auch die schlechte öffentliche Anbindung zur FH am Standort Eisenstadt kritisiert. Bezüglich Mensa gebe es gegenüber der FH kaum Beschwerden über die Qualität des Essens. Es seien eher die langen Wartezeiten zu Mittag und die Öffnungszeiten, die enttäuschen. Geschäftsführer Pehm und Kaltenegger einigten sich deshalb darauf, dass bald ein Gespräch mit den Mensa- Verantwortlichen geführt werden soll. „Wir werden versuchen, die Qualität und die Rahmenbedingungen zu verbessern“ so Pehm.

Neue Bodenmarkierungen bringen breitere Parkplätze

In der Causa „Parkplätze“ gebe es eine gute Nachricht, wie Georg Pehm in der Sitzung erklärt: „Die Bodenmarkierungen werden demnächst neu gemacht, was zufolge hat, dass die Parkplätze auch ein paar Zentimeter breiter werden“, so der FH-Geschäftsführer. „Eine Handvoll Parkplätze“ gehe vermutlich verloren, derzeit arbeite man aber an der Erschließung neuer Flächen, die zum Parken genutzt werden können.  Florian Kaltenegger dazu: „Seitens der ÖH läuft die Zusammenarbeit mit der FH und dem Kollegium sehr gut.“

Übrigens: Wer mit der ÖH FH Burgenland in Kontakt treten oder seine Anliegen deponieren möchte, kann dies unter studver@fh-burgenland.at tun.

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