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ÖH-Wahl St. Pölten: In FESTen Händen

100 Prozent der Stimmen gingen bei der ÖH-Wahl in St. Pölten an die „Fraktion Engagierter Studierender“ (FEST). Eine Sensation? Wahlbetrug? Politische Verhältnisse wie in Nordkorea? Keineswegs. Dass die FEST an der FH St. Pölten einstimmig als Wahlsieger hervorgeht, war keine Überraschung. Schließlich war die FEST auch die einzige Partei, die in der niederösterreichischen Landeshauptstadt zur Wahl angetreten ist. Wahlziele gab es dennoch.

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Da alle neun Mandate ohnehin nur an die FEST gehen konnten, war etwa die Steigerung der Wahlbeteiligung ein wichtiges Thema. Diese lag bei der Wahl 2017 nur knapp über 24 Prozent. Eine Steigerung gab es heuer allerdings keine. „Von den absoluten Zahlen her konnte die Benchmark des Vorjahres wieder erreicht werden. Aufgrund des Wachstums der Hochschule konnten wir sie in prozentuellen Zahlen nicht ganz erreichen, aber ich bin doch zufrieden“, erzählt Kristina Kern, die stellvertretende Vorsitzende der ÖH FH St. Pölten ist. Von 2.532 Wahlberechtigten gingen 607 Studierende zur ÖH-Wahl, die Beteiligung blieb damit bei erneut rund 24 Prozent. „Prinzipiell würden wir uns aber natürlich wünschen, dass die Wahlbeteiligung höher ist“, so Kern.

Ein Kommen und Gehen

Da das Wahlergebnis gleichblieb, gibt es in der St. Pöltner Hochschülerschaft nur wenige Veränderungen. Intern gab es aber dennoch Bewegung. Im Führungstrio tauschten Peter Hackl-Lehner und Armin Kirchknopf ihre Rollen. Kirchknopf ist nun der neue Vorsitzende, Hackl-Lehner rückt auf die Position des zweiten Stellvertreters zurück. Kerns Position hingegen bleibt unverändert. Mehr getan hat sich bei den Studierendenvertretungen. „Die ÖH ist ein Ort des Kommens und Gehens. Es sind daher extrem viel neue Leute dazugekommen“, meint die erste Stellvertreterin Kern.

Standorterweiterung als Hauptthema

„Wenn Probleme auftauchen, kümmert man sich gemeinsam darum und löst sie“, gab die FEST vor der Wahl als Erfolgsrezept aus. Doch welche Probleme stehen denn aktuell an und welche Lösungen gibt es? Da wäre etwa die Erweiterung des Standortes im Verbund mit der neuen Bertha von Suttner Privatuniversität. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. „Dies geht natürlich einher mit Lärmbeeinträchtigungen und anderen Veränderungen, etwa dass die Wiese nicht mehr genutzt werden kann“, erklärt Kristina Kern. Die ÖH sei hier ein wichtiges Sprachrohr und agiere als Schnittstelle zwischen der Geschäftsführung und den Studierenden, es habe bereits eine Vielzahl an gemeinsamen Sitzungen gegeben.

Des Weiteren ist fehlende Nachhaltigkeit ein Problem, das intensiv angegangen wird. Im Kollegium gibt es einen Schwerpunkt dazu. An dem von der ÖH kreierten Ausschuss nehmen über 30 Leute teil und suchen beispielsweise nach nachhaltigeren Alternativen zu Plastik. „Ansonsten ist vieles einfach daily Business“, sagt Kern.

Dieses „daily Business“ bringt jedoch auch positive Überraschungen. Die gab es zuletzt bei den Verhandlungen der Gehälter der studentischen Assistenzen. „Als erste Studierendenvertretung in Österreich haben wir den Zuschlag für eine automatische Valorisierung bekommen. Das heißt, dass die Gehälter jedes Jahr um die Inflationsrate angehoben werden. Das hätten wir uns vorher nicht erträumt.“ Nun wird sich zeigen, ob der ÖH St. Pölten in den nächsten zwei Jahren ähnliche Erfolge gelingen.

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