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Über Netzwerke, Systeme und andere Phänomene des Internets

Wie sind wir durch das Internet vernetzt? Welche Rolle spielt dabei Wertschöpfung? Was hat künstliche Intelligenz damit zu tun?

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Beim Panel „Networks and Platforms“ beim Global Peter Drucker Forum wurde unter anderem über diese Fragen diskutiert. Moderiert wurde die Runde von Adi Ignatius, Chefredakteur der Harvard Business Review Group.

Der Diskussion stellten sich der „Vater des Internets“, Vinton G. Cerf, sowie
Michael G. Jacobides, Professor an der London Business School, Miriam Meckel von der Handelsblatt Media Group, Amy Webb, Gründerin des Future Today Institutes und Zhang Ruimin, Vorstand der Haier Group.

Wenn wir an Internet-Konzerne denken, ist schnell die Rede von Google und Apple. Jedenfalls lassen sich die großen Macher des Internets an einer Hand abzählen. Jedoch gibt es viele kleine Konzerne, Netzwerke und Mitwirkende, die ebenso beteiligt sind. Es herrscht ein ständiges Testen, was funktioniere und was nicht, so Michael G. Jacobides. Die Welt des Internets könne morgen schon ganz anders ausschauen als heute. Künstliche Intelligenz und das „Internet der Dinge“ seien hierbei relevante Schlagwörter.

Michael G. Jacobides wies darauf hin, dass auch in unserer globalisierten Welt nicht alle Systeme global sind. Auch wenn Social Media in unseren Köpfen Adjektive wie „vernetzt“ und „global“ hervorrufen würden, sei dies in der Praxis nicht immer der Fall. Denn oftmals steht auch bei vernetzten Social Media-Plattformen nur ein Land oder eine bestimmte Stadt im Fokus. Dabei nannte er als Beispiel „Uber“. Die Personenbeförderungs-Plattform ist nur für Nutzer einer bestimmten Stadt relevant.

Fest stehe, dass das Internet und die dazugehörigen Netzwerke viele Lösungen bieten.

„Dank des Internets kann ich heute viele Dinge tun, die ich gestern noch nicht tun konnte. Aber kann ich heute auch noch jene Dinge tun, die ich gestern konnte?“  Diese Frage stellte der „Vater des Internets“, Vinton G. Cerf. Er betonte damit, dass man bei all den Möglichkeiten die relevante Lösung nicht aus den Augen verlieren sollte.

Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge

Zukunftsforscherin Amy Webb ist überzeugt, dass uns das Thema künstliche Intelligenz auch in den nächsten Jahren massiv beschäftigen wird.  Sie stellte fest, dass im Hinblick auf künstliche Intelligenz oftmals in Metaphern gedacht wird. Einerseits würden Metaphern dazu dienen, sich besser in der Welt zu orientieren. Andererseits würden sie aber auch dafür sorgen, dass einem bei „Künstlicher Intelligenz“ oder „Internet der Dinge“ oftmals Science Fiction in den Sinn kommt.

Mit Begriffen bewusst umgehen

So würden viele Menschen bei künstlicher Intelligenz vorrangig an Maschinen denken, die uns die Arbeitsplätze wegnehmen. Oder an unheimliche Roboter, die sich selbstständig machen und außer Kontrolle geraten, so gesehen im Film „I, Robot.“ Sie appellierte an einen bewussten Umgang mit den Begriffen.

Fest stehe, dass Künstliche Intelligenz nicht ein einziges Ding ist, worüber man sprechen sollte, sondern dass es in Zukunft die Grundlage für fast alles sein wird.

Sie kritisierte, dass es noch immer keinen geregelten Umgang mit Daten gibt und eine mangelnde Transparenz. Zudem forderte Webb konkrete Gesetze und Kontrollen.

„Was bringen all diese Plattformen den Menschen?“, fragte Miriam Meckel von der Handelsblatt Media Group. Die Antwort liege auf der Hand: Bequemlichkeit.

Alles soll bequemer und praktischer werden. Für jedes Problem soll es eine Lösung geben. „Doch will man das wirklich?“, stellte sie die Frage in die Runde.

Die Diskutanten stellten schnell fest, dass es eine Welt ohne Probleme nicht geben wird und auch nicht soll. Probleme seien Herausforderungen und es sei ein menschliches Bedürfnis, nach Lösungen zu suchen.

Mensch oder Maschine

Vinton C. Cerf würde Menschen stets den Vorrang geben. Auch Amy Webb sagt:

“Wir brauchen Systeme, bei denen Menschen im Mittelpunkt stehen!”

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