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Schon ein Thema für die Masterarbeit? Oder: Meine Suche nach dem heiligen Gral

Auf der Suche nach einem Thema für die Masterarbeit kann man schon einmal verzweifeln. Vor allem, wenn einem die Zeit davonläuft. Ein SOFA-Redakteur weiß, wovon er spricht.

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Die Sonne scheint in den Seminarraum und draußen hat es 30 Grad im Schatten. Kein Wunder, dass hier erste Urlaubsgefühle hochkommen. Schließlich sind ja nach der letzten Prüfung erst einmal Ferien angesagt. Gedanken an das dritte Semester werden bewusst verdrängt: „Ist eh noch genug Zeit bis September“, so der einhellige Tenor. Der Studiengangsleiter weist trotzdem nochmal höflichst darauf hin, dass wir zu Beginn des nächsten Semesters die Exposés für unsere Masterarbeiten abgeben müssen. Ist ja gut gemeint, aber bis dahin sind noch zehn Wochen. So ein Thema für eine Masterarbeit zu finden kann ja nicht so schwierig sein: „Was soll da schon dabei sein, irgendwas wird uns schon einfallen.“

Themenbörse

Erstens soll ein Thema für eine Masterarbeit aber nicht „irgendwas“ sein und zweitens können zehn Wochen ganz schön kurz sein. Zwei Urlaube und vier anstrengende Arbeitswochen später ist der Sommer vorbei und der Semesterbeginn naht. Schön langsam sollte man dann wohl über sein Thema für die Masterarbeit nachdenken. Vielleicht kann ja Google weiterhelfen – oder vielleicht auch nicht. Einen Versuch war es wert. Die Themenbörse der Fachhochschule bringt auch nicht den gewünschten Erfolg. Es muss eine Lösung her und zwar schnell, denn in fünf Tagen muss der Erstentwurf für das Exposé abgegeben werden. Der letzte Ausweg: Einfach „WhatsApp“ oder besser gesagt seine Freunde und Studienkollegen befragen. „Hast du schon ein Thema für deine Masterarbeit?“ Die Antworten könnten unterschiedlicher nicht sein. Von „Ich habe mein Exposé schon abgeben.“ bis hin zu „Ich habe noch keinen Plan, du?“ ist alles dabei.

„Was für den einen interessant klingt, ist für einen anderen völlig geisttötend. ”

Ok, eine Messenger-App ist vielleicht doch nicht die richtige Herangehensweise. Obwohl „durchs Reden kommen d`Leut zam“ und wo Leute sind, gibt es auch Ideen. Ob es aber bei der Suche nach einem Masterarbeitsthema hilft, darf zumindest bezweifelt werden. Denn was für den einen interessant klingt, ist für einen anderen völlig geisttötend. Zumindest gibt einer per Nachricht den Hinweis: „Schau mal in die Bibliothek. Vielleicht fällt dir da was ein.“ Gesagt, getan. Die Uhr tickt und Stunden vergehen. Auch der siebenstündige Bibliotheksbesuch brachte nicht das gewünschte Resultat. Was nun? Selbstzweifel und eine gewisse Wut machen sich breit: „Hätte ich doch früher anfangen sollen?“

Erleuchtung

Solche Gedanken helfen jetzt aber auch nicht mehr weiter und inmitten des Verzweifelns, des positiven Selbstzuspruchs und dem Schlafengehen kommt die Erleuchtung. „Ich hab 1 Thema“, schreib ich im neuen Jugendstil in die gemeinsame „WhatsApp“-Gruppe. Antwort bekomme ich keine mehr, jedoch nicht weil meine Kollegen die „1“ vong der Sprache her bescheuert finden, sondern weil es bereits 3:38 Uhr in der Früh ist. „War ja doch nicht so schwer!“

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