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Studieren ist kein Einzelkampf

Lernen, Abgaben, Prüfungen und ein Nebenjob. Doch auch Geldsorgen, Beziehungsdramen, Konkurrenz und Zukunftsängste sind für viele Studenten alltäglich präsent. Für Studierende, die unter solchen Problemen leiden und Hilfe suchen, gibt es eine Anlaufstelle.

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Probleme von Studenten werden von Außenstehenden oft belächelt. Doch Studieren ist, wie Gertraud Meusburger, die Leiterin der psychologischen Studierendenberatung Salzburg, beschreibt, kein Spaziergang. Im Studienalltag gehe es permanent um Leistung, Selbstmotivierung und einen guten Umgang mit den Zeitressourcen. Die Bewältigung von finanziellen Sorgen und Identitätskrisen sowie unsichere Zukunftsperspektiven sollte man nicht unterschätzen. So suchten allein letztes Jahr in Salzburg 2034 Studenten Hilfe bei der Studierendenberatung.

Die psychologische Studierendenberatung hat ihre Anlaufstellen in allen Studentenstädten und kann bei einer Vielzahl von Problemen beraten und psychologisch behandeln. Wie die Behandlung vorzustellen ist, erklärt Gertraud Meusburger: „Nach der Anmeldung wird ein Erstgespräch mit einem psychologisch und psychotherapeutisch ausgebildeten Studentenberater vereinbart. Nach einer ausführlichen Problemanalyse werden, je nach Ursache, Belastung und Dauer des Problems, mit den Ratsuchenden verschiedene Lösungsschritte erarbeitet.“ Bei  Studienwahlproblemen seien Leistungs- und Interessentests sowie ausführliche Gespräche zielführend. Andere wiederum benötigten ein Coaching bei Arbeits- und Leistungsproblemen.

So wurde auch der Studentin Elisabeth D. geholfen. Im Gespräch mit dem „Uni-Magazin“ erzählt sie von ihrer Beratung: „Ich bin zur Studierendenberatung gegangen, weil ich Angst und Panik vor meinem ersten Praktikum hatte und ich wissen wollte, wie man Angstzustände und Panikattacken kontrollieren bzw. überwinden kann. Meine Therapeutin hat mir viele Tipps gegeben und Übungen gezeigt, durch die man Angst und Panik bewältigen kann. Weiters hat mir das Reden über das Problem sehr geholfen.“

Die Probleme, mit denen Studenten zur Beratung kommen, sind vielschichtig. So suchen mit 53 Prozent die meisten Beratung zum Thema Psyche und Persönlichkeit. 21 Prozent haben hingegen Schwierigkeiten beim Lernen oder wollen ihre Prüfungsangst bewältigen.

Ohne professionelle Beratung sind etwa Prüfungsängste nicht leicht loszuwerden. Diese haben oft unterschiedliche psychische Ursprünge und sind im Studium enorm hinderlich. So erklärt Gertraud Meusburger, wie Prüfungsängste mit der Studierendenberatung angepackt werden können: „Prüfungsangstbewältigung basiert auf mehreren Ebenen. Dazu gehört zumindest eine gute fachliche Vorbereitung, die zu fundiertem Wissen führt, Strategien im Umgang mit psychovegetativen Symptomen und die Arbeit am Selbstwert.“

Die psycho­logische Studierenden­beratung ist zu finden unter studierenden­beratung.at.

Hilfe für Studierende muss dabei nicht kompliziert sein. Es gibt Tipps, die das ständige Lernen im Studium leichter machen. Neben einem guten zeitlichen Plan empfiehlt die Studierendenberatung einen ruhigen, störungsfreien Arbeitsplatz, der frei von medialen Ablenkungen ist, regelmäßige Pausen zum Auftanken und ausreichend Bewegung.

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