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TEAM = Toll, ein anderer macht’s

Dem einen stellt`s schon die Nackenhaare auf, wenn man sie nur erwähnt, der andere freut sich darauf, mal nicht alleine vor der nächsten Herkulesaufgabe zu stehen. Worum es geht? Natürlich um Gruppenarbeiten. Wir erzählen euch wie ihr sie überlebt.

4
Minuten Lesedauer

Nach den ersten zwei Semestern, die vollgepackt waren mit Gruppenarbeiten zählte ich definitiv zu Typ 1. Es hat einfach gereicht. Gleichzeitig fünf Gruppenarbeiten managen, oft auch noch mit unterschiedlichen Personen – dann muss man sich schon mal notieren, wer jetzt in welcher Gruppe ist. Absprachen mit mindestens zwei anderen Personen, die immer noch eine andere Meinung haben. Das gleiche Problem dann bei der Themenfindung für Referate oder ähnlichem. Teammitglieder, die nicht antworten oder nicht verstehen, was sie zu tun haben oder einfach nichts oder ganz was anderes machen. Ach, was ich da nicht schon alles erlebt hab. Irgendwann reicht’s einfach!

Arbeiten? Lieber allein!

Start des 3. Semesters und ein Versprechen – weniger Gruppenarbeiten. Die Freude in unserem Quasi-Klassenverband war groß. Bis sie sich unseren Studentenalltag kontinuierlich doch wieder zurückeroberten. Dabei haben die gefürchteten Gruppenarbeiten ja auch positive Seiten. Wie zum Beispiel, dass man sich den Arbeitsaufwand teilen kann, es neue Perspektiven gibt und jeder auch daran arbeiten kann, was derjenige wirklich kann. Hört sich ja gut an, wenn da nicht auch noch konfliktbeladene Situationen wären.

Das fängt dann schon dabei an Termine zu finden, an denen alle Zeit haben und endet damit, dass sich der Spruch “TEAM = Toll ein anderer macht`s” wieder einmal durchsetzt. Dann ärgert man sich, weil man ja eigentlich gemeinsam daran arbeiten sollte. Aber immerhin: Man kann dann endlich das tun, was man wollte – alleine in Ruhe arbeiten.

Wie du die Gruppenarbeit überlebst

Wie du “TEAM” vermeidest, Konflikte bewältigst und mit einem guten Gefühl aus der Gruppenarbeit herauskommst, verrät euch das SOFA-Team in fünf kurzen und knackigen Tipps:

1. Arbeitsbereiche aufteilen

Jeder hat seinen Teil, den er erledigt – niemand kommt sich in die Quere. Damit gibt es auch keine Konflikte und man kann unbekümmert für sich arbeiten! Aber: achtet auf gleich viel Workload bei den Mitgliedern!

2. Ein Alpha ist mehr als genug

Eine Gruppe aus Menschen ist wie ein Wolfsrudel – es gibt immer einen Alpha-Tier. Gibt’s mehr – gibt’s Probleme!

3. Dennoch: Gleichberechtigung!

Trotz des Tipps die verschiedenen Charaktere in der Gruppe zu beachten – es sollten alle gleichberechtigt sein. Jede Meinung und jeder Einwurf sind willkommen. Aber auch jeder sollte wie in Punkt 1 gesagt, gleich viel zu tun und gleichbehandelt werden. Also Abstand nehmen vom Trittbrettfahrereffekt und sozialer Kompensation – Vertrauen in die anderen Mitglieder ist gefragt!

4. Trust is all you need

Eine gute Gruppe braucht Vertrauen und Verlässlichkeit. Gibt es das nicht, wird nichts funktionieren. Wie denn auch, wenn man nicht glaubt, dass man sich auf die anderen Mitglieder verlassen kann?

5. Probleme im Plenum besprechen

Läuft’s nicht rund? Dann besprich’s mit deinen Kollegen – dafür ist man ja in einer Gruppe. Aber tu’s am besten persönlich. Auf WhatsApp, Facebook & Co versteht man sich in schriftlicher Form doch gerne mal falsch.

Soziale Kompensation

… beschreibt den Versuch des Ausgleichs von schwächeren Teammitgliedern durch stärkere, denen die Gruppenziele sehr wichtig sind. Der Trittbrettfahrer-Effekt bedeutet, dass ein Mitglied weniger arbeitet, weil dieser sich denkt, dass die Leistung der anderen für das Ziel reicht. Dabei empfindet diese Person den eigenen Beitrag als nicht wichtig.

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