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Über die Angst und die Frage aller Fragen: Bekomme ich den Studienplatz?

Jeder Student eines Studiums mit beschränkten Plätzen wird sich diese eine Frage gestellt haben. Bewerbungsunterlagen, Portfolio, Motivationsschreiben, Aufnahmetests und Bewerbungsgespräche – die Hürden zum Studienplatz sind vielfältig. SOFA-Redakteurin Maxie-Renée Korotin hat es ins Ziel und die Fachhochschule geschafft.

3
Minuten Lesedauer

Die Matura liegt kurz vor einem oder das Ende des Bachelors. Wenn man sich dann für ein Studium an der Fachhochschule entscheidet, beginnt die Recherche. Wohin will ich? Vielleicht eine andere Stadt? Welcher Studiengang soll es werden? Fragen über Fragen.

Hat man sich endlich entschieden, geht’s daran die Bewerbungsunterlagen zusammen zu stellen. Unterlagen kopieren oder online den Bogen ausfüllen. Lebenslauf anhängen und fertig. Und dann beginnt das langersehnte Warten. Und die erste Frage aller Fragen: Bekomme ich eine Rückmeldung? Werde ich für den nächsten Schritt eingeladen? Sei es der Aufnahmetest oder direkt das Bewerbungsgespräch.

Nächster Schritt: Vorbereitung

Die langersehnte Email kommt – der Termin ist da. Das Herzklopfen lässt, seit man die Nachricht im Posteingang entdeckt hat, nicht mehr nach. Und das Fragen geht weiter: Wie schafft man es auch persönlich zu überzeugen? Also greift man zum Handy oder Laptop, Google wird aufgerufen und “Fragen Aufnahmegespräch Fachhochschule” eingegeben. 11.000 Ergebnisse sind schon eine Nummer. Diverse Variationen der Suchbegriffe später, ist man immer noch nicht viel schlauer als vorher. Aber die Basics kennt man nun endlich. Warum will ich das studieren? Was macht mich aus? Was macht mich besonders, dass ich den Platz verdient habe? Und so weiter und sofort. Diese Fragen beantwortet man innerlich oder auf Papier. Aber seien wir uns ehrlich: Im Moment der Wahrheit vergisst man sie dann doch wieder.

Überzeug sie und gib alles!

Der Tag der Tage ist gekommen. Vorher noch die Notizen durchlesen und die Werkmappe nervös durchblättern. Hätte ich noch andere Dinge beilegen oder etwas anderes vorbereiten sollen? Egal – nun ist es ohnehin zu spät. Das falsche Selbstbewusstsein, bevor es soweit ist, setzt nun langsam ein. Das ist aber schnell vorbei, sobald man dann vor dem Gebäude steht. Sonst kommt es einem eher unauffällig vor – aber heute sieht es riesig und bedrohlich aus.

Durch die Tür kann man noch die Bewerber hören, die vor einem dran sind. Die Tatsache, dass man nur erahnen kann, was sie reden, lässt sofort die Nervosität noch weiter ansteigen. Denn was ist, wenn ich auf eine Frage einfach keine Antwort weiß? Was ist, wenn ich das Falsche oder irgendeinen Blödsinn rede?

Lange bleibt aber nicht Zeit zum Spekulieren. Nette Begrüßungen und ein Studiengangsleiter, der entspannter als gedacht an das Gespräch herangeht, beruhigen natürlich sofort und die Nervosität lässt nach.

Dann ist die Unterhaltung schon zu Ende. Einschätzen ob man einen guten Eindruck gemacht hat? Schwierige Sache. Nun heißt es wieder warten. Eine gefühlte Ewigkeit, bis dann ein Öffnen des Briefkastens das Herz unverhofft höherschlagen lässt und man endlich die Gewissheit hat: Ich hab` einen Studienplatz!

Hat es heuer nicht geklappt?

Kein Grund aufzugeben. Gerade manche Studien mit sehr wenigen Plätzen zeichnet nun mal ein taffes Auswahlverfahren aus. Falls es aber wirklich das ist, was du studieren möchtest, solltest du unbedingt am Ball bleiben. Frage dich selbst, was du noch besser machen könntest. Die meisten Studiengangsleiter sehen keinen Nachteil darin, wenn man es noch einmal versucht – im Gegenteil: Bewirbt man sich nach einem Jahr, das man sinnvoll zur Weiterbildung genutzt hat, nochmal, zeigt das nur, dass man auch wirklich großes Engagement mitbringt: Facheinschlägige Praktikas, Sprachkurse oder ein Auslandaufenthalt, Freiwilligendienste sowie andere Kurse können dich weiterbringen und beim nächsten Mal den entscheidenden Vorsprung ins Ziel ausmachen.

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