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Vom Hörsaal zum Partystrand

Die letzte Prüfung ist geschrieben – und wer im letzten Semester alles gegeben und den Spagat zwischen guten Noten und guten Nächten gemeistert hat, der hat sich auch eine Belohnung verdient. Erfolge gehören gefeiert. Deshalb hat das Sofa Magazin Studenten nach ihren Partyurlauben gefragt und drei angesagte Destinationen unter die Lupe genommen.

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Das Party-Paradies Kroatiens

Kroatien ist nicht nur für schöne Kieselstrände mit glasklarem Wasser bekannt. Nur 2,5 km außerhalb von Novalja liegt der beliebte Partystrand Zrce, auch bekannt als das „Ibiza von Kroatien“. Von Anfang Juni bis Mitte September kann in vier Discotheken und unzähligen Bars gefeiert werden – und das direkt am Strand, tagsüber und in der Nacht.

Die Open-Air-Clubs und Beach-Partys haben auch Vanessa beeindruckt. Sie ist seit Kurzem Absolventin der FH Burgenland. „Beim ersten Mal hat Zrce einfach alle meine Erwartungen übertroffen“, erzählt die 22-Jährige. Heuer ist sie bereits zum dritten Mal in Zrce gewesen. „Besonders gut finde ich, dass man nicht so lange hinfährt. Man ist mit dem Auto in etwas mehr als sechs Stunden dort“, so Vanessa.

Ein weiterer Pluspunkt sind die günstigen Preise. Sowohl die Taxis als auch die Busse, die von Novalja nach Zrce fahren, sind günstig. Apartments sind ebenfalls erschwinglich – vorausgesetzt man bucht früh genug. Und weil die Unterkünfte nicht direkt am Partystrand liegen, kommt man auch dazu, sich zu erholen. „Wir waren letztes Jahr von Montag bis Freitag und haben für ein Apartment 140 Euro pro Person bezahlt. Wir haben im März gebucht und waren im Juli dort.“

Wer es aber rund um die Uhr krachen lassen möchte, kommt seit 2019 auch auf seine Kosten: Neu gebaute Villen im „Noa Glamping Resort“ direkt am Zrce Beach versprechen eine exklusive Lage. Preise gibt es nur auf Anfrage. Für Essen und Trinken bezahlt man in Zrce wenig. „Der Jumbo-Cocktail mit einem Liter kostet 13 Euro und man bekommt dann auch zwei Gutscheine“, erzählt die Absolventin.

Nachtschwärmer, die aber noch ein bisschen mehr einsparen wollen, sollten in den „Austria goes Zrce“-Wochen nach Kroatien fahren. Ein Clubeintritt kann nämlich schon 40 Euro kosten, wenn ein guter DJ für Stimmung sorgt. „Das Ticket kostet ungefähr 90 Euro und da sind die Eintritte mit dabei, also das zahlt sich schon aus“, empfiehlt Vanessa.

Der Klassiker unter den Partyurlaubern – Mallorca

Bierkönig, MegaPark, Oberbayern: Auch wenn jedes Jahr andere Orte im Trend liegen – Mallorca bleibt eine der berühmtesten Destinationen, wenn es ums Feiern geht. Das bestätigt auch Lukas, Student an der WU und der Uni Wien: „Mallorca ist für mich besonders, weil die Party einfach nie endet. Wenn die Discos in der Früh zusperren, machen die ersten Bars mit Frühstück und Sangria aus dem Kübel schon wieder auf.“

Der 25-Jährige war mit sechs Freunden am Ballermann unterwegs, erkundete die bekannte „Schinkenstraße“ und ließ sich auch den berüchtigten Bierkönig nicht entgehen: „Ein Freund von mir meinte: ,Burschen, die erste Runde geht auf mich‘. Er ging also voraus zur Bar und bestellte Bacardi-Cola. Er wurde mehrmals gefragt, wie viele Getränke er jetzt möchte und beim 3. Mal nachfragen, ist er schon sehr genervt gewesen. Wir haben dann aber alle recht dumm geschaut, als wir sieben Liter Bacardi-Cola bekommen haben“, lacht Lukas.

Die Preisunterschiede an Palmas Partystrand sind aber sehr unterschiedlich. „Einerseits bekommt man einen Liter Barmixer für knapp über 10 Euro, man kann aber auch sehr viel Geld ausgeben, wenn man zum Beispiel lieber Cocktails trinken möchte.“ Bei Apartments und Hotels gilt auch in Mallorca: „Wer früher bucht, kann sich bei der Unterkunft einiges sparen“, so Lukas.

Was den Student überrascht hat, sind die Schattenseiten des Partystrandes, die vor allem in der Nacht sichtbar werden. Abseits der „Schinkenstraße“ gibt es nämlich viel Kleinkriminalität und Straßenprostitution. „Einem Freund von mir wurde auch Handy und Geldbörse gestohlen. Deshalb würde ich es nicht empfehlen, nachts alleine durch die Gassen zu spazieren.“

Weil die Exzesse am Ballermann schwer in den Griff zu bekommen sind, gibt es seit heuer am Playa de Palma neue Benimmregeln. Entlang der „Schinkenstraße“ sind die Auflagen besonders streng. Biergärten müssen zum Beispiel eingezäunt sein, Alkohol auf den Straßen ist verboten. Wer sich nicht an die Gesetzte hält, dem drohen hohe Strafen. Für Lukas bleibt der Ballermann aber eine Destination, für die sich eine Reise lohnt.

Der Ballermann am Balaton

Wer ordentlich feiern gehen möchte, ist aber auch in Ungarn gut mit dabei. Siófok, die größte Stadt am Ufer des Plattensees zählt zu den Zentren der osteuropäischen Partyszene. Auf 15 Kilometer Strand reihen sich zahlreiche Discos, Bars und Clubs aneinander, die für jeden Geschmack etwas bieten. Die Vielseitigkeit macht die Partymeile vor allem für Österreicher und Deutsche attraktiv. Siófok hat immer Saison, wer aber einen Partyurlaub erleben möchte, sollte in den Sommermonaten Juni, Juli und August eine Reise wagen. Patrick war das erste Mal gemeinsam mit Teamkollegen seines Sportvereins in Siófok.

Auch er kann sich noch an ein Missverständnis beim Bestellen erinnern: „Normalerweise haben wir als Sportverein immer einen ,4-Liter-Tower‘ bestellt. Voriges Jahr hat mein Kollege mich gefragt, was er bestellen soll und die Kellnerin dürfte es nicht verstanden haben. Dann haben wir auf einmal eine riesige Vase bekommen, mit acht Liter Long Island Ice Tea. Wir haben alle getrunken, es ist aber nicht weniger geworden“, scherzt der 24-Jährige. Die Preise für Essen sind in Ungarn billig, für Getränke bezahlt man aber ähnlich viel wie in Österreich – zumindest in den angesagten Clubs, so Patrick. „Insider nennen es auch das Mallorca des Ostens.“

Wer also bestandene Prüfungen feiern oder einfach abschalten möchte, wird auf Europas Partystränden nicht enttäuscht. Man sollte auf jeden Fall früh buchen und wenn man nicht allzu trinkfest ist, schon mal vorab die Getränkekarten checken, um Missverständnisse zu vermeiden.

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