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Wenn bescheißen, dann aber richtig

P rüfungen kannst du wiederholen, Partys nicht. Wir zeigen dir, wie du trotz einer durchzechten Nacht, die Klausur bestehst.

4
Minuten Lesedauer

Wer kennt es nicht, das alte Sprichwort: Prüfungen kannst du wiederholen, Partys nicht. Und klar durftest du die 17. Zelebrierung des Semesterendes in dem Alkoholausschank deines Vertrauens auf keinen Fall verpassen. Dass die Prüfungswoche bevorsteht, hattest du klassisch in den „Wenn`s so weit ist, wird mir das schon wer sagen“-Ordner irgendwo im Hinterkopf abgelegt. Dass sie nun wie aus dem Nichts auftaucht, konntest du natürlich nicht wissen. Ja, das Studentenleben ist eben kein Bier-Pong-Spiel.

Weil du deine Eltern in den Ferien aber nicht schon wieder mit „die Prüfung mach ich nächstes Semester“ begrüßen willst, brauchst du eine Lösung. Und zwar schnell, denn den das eigene schlechte Gewissen hervorragend unterdrückenden Vernunftssatz „Jetzt brauch i a nimma anfangen“ hast du dir – vorausdenkend wie du bist – schon längst selbst bestätigt. Also: Kreativität ist angesagt. Und weil du diese ja Monat für Monat für die nicht unwesentliche Frage „Wie komme ich im nächsten Monat über die Runden“ aufbringen musst, hilft dir die SOFA-Redaktion ein wenig auf die Sprünge.

Die PET-Flasche

Gleich zu Beginn einer unserer „Bescheißer-Favoriten“ und – glaubt man erfolgreichen Bescheißern – eine in der Praxis schon des Öfteren erprobte Methode: Die PET-Flasche.

Die Voraussetzungen

Eine Prüfung, bei der du Flüssiges auf dem Tisch stehen haben darfst; einen Scanner; zumindest amateurhafte Photoshop-Kenntnisse und natürlich eine PET-Flasche.  

Und so gehst du vor

Nimm das Etikett von deiner PET-Flasche, scanne es ein und öffne die Datei in Photoshop. Nächster Schritt: Ersetze die Inhaltsstoffe, Herstellerdaten und sonstige Verschriftlichungen am Etikett mit den für deine Prüfung benötigten Informationen, Formeln und Hilfestellungen. (Wenn du an deiner PET-Flasche kein Etikett mehr finden kannst, weil du dieses aus Langeweile in der Vorlesung zu guten alten „Schlatzkugeln“ umfunktioniert hast, keine Panik. Es gibt unzählige Etikett-Vorlagen bei Dr. Google.) Zu guter Letzt: Drucke das bearbeitete Etikett aus und klebe es wieder auf deine PET-Flasche. Wichtiger Tipp am Rande: Die manipulierte PET-Flasche mit zur Prüfung nehmen.

Die Antwort im Ohr

Ein ebenfalls kreativer Lösungsansatz: Kabellose Kopfhörer. Diese gibt es ja – Apple sei Dank – bereits. Und wenn sie schon fürs Musikhören eher suboptimal sind (weil du sie bei jeder ruckartigen Bewegung zwischen Zigarttenstummeln und einzementierten Kaugummis am Boden suchen musst), sind sie wenigstens für eine Sache gut: eine gepflegte Bescheißerei.

Die Voraussetzungen

Ein Handy oder ein MP3-Player (hat man so etwas heute überhaupt noch?) mit Aufnahmefunktion und natürlich kabellose Kopfhörer. Auch von Vorteil: lange Haare (eine Kapuze, Haube oder ein Lenny-Kravitz-Schal tun’s auch).

Und so gehst du vor

Sprich die für deine Prüfung benötigten Informationen in das Mikrofon deines Handys und nimm sie auf. Der große Vorteil: Platz hast du am Endgerät je nach Speicherkapazität mehr als genügend. Die Prüfung absolvierst du dann mit einem Kopfhörer im Ohr deiner Wahl – dieser flüstert dir dann die Antworten über das Handy in der Hosentasche oder im Rucksack zu.

Risiken und Nebenwirkungen gibt’s natürlich wie bei allen Bescheiß-Methoden immer.

Die Lösung im Hirn

Ach ja, eine dritte wäre da noch. Allerdings sei gewarnt, sie ist nichts für anständige Studierende in ihrer um gerade einmal acht Semester überzogenen Mindestzeit: Das berühmt-berüchtigte Lernen.

Angeblich soll es so gut wie immer zum Prüfungserfolg führen – weiß man zumindest vom Hörensagen. Risiken und Nebenwirkungen gibt’s natürlich wie bei allen Bescheiß-Methoden immer. So könntest du während des Lernaktes beispielsweise Gefahr laufen, dass dir der gutaussehende, erstsemestrige Jus-Student deinen Stammhocker in deinem Lieblings-Beisl wegschnappt. Und hat er diesen einmal besetzt, könnte er die süße Birgit (du weißt schon, die liebe Kellnerin, die du immer anstarrst und bei der du bisher kläglich daran gescheitert bist, sie von einem Betthüpferl zu überzeugen) gleich an seinem ersten Abend mit in die von seinem Vater bezahlte Dachgeschosswohnung mitnehmen.

Willst du das? Eben. Also, dann lieber beim nächsten BILLA-Einkauf zur PET-Flasche mit dem größten Etikett greifen. Oder dem gutaussehenden Jus-Studenten die kabellosen Kopfhörer stehlen, während er mit Birgit flirtet. Und schon steht der 18. Semesterende-Zelebrierung rein gar nichts mehr im Weg.

comments (1)

  • Sabine H.

    Da würden mir noch ein paar weitere gute Tipps einfallen ;D

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