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Zehn Tipps: So kombiniert man Studium und Job

Für viele Studenten ist das Uni-Leben ohne Nebenjob nicht finanzierbar. Doch Studium und Job unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. Das „Uni-Magazin“ gibt zusammen mit Heimo Typplt, Leiter der Rechtsabteilung der Arbeiterkammer Salzburg, zehn Tipps, wie man die Herausforderung meistern kann.

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1. Vorsicht bei der Studienbeihilfe

Solltet ihr Studienbeihilfe, Familienbeihilfe oder sonstige Förderungen beziehen, darf euer Verdienst nicht die Grenze von 10.000 Euro pro Jahr übersteigen, da sonst die Zuschüsse gekürzt oder gar zur Gänze gestrichen werden.

2. Die Wahl des richtigen Beschäftigungsverhältnisses

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um ein Studium mit einem Job zu kombinieren. Je nachdem wie viel Zeit ihr in eure Arbeit investieren wollt, gibt es verschiedene Verträge. Über die unterschiedlichen Dienstverhältnisse informiert etwa die Website studieren.at, die beiden Wichtigsten kurz zusammengefasst:

  • Geringfügige Beschäftigung: Bei dieser Art der Beschäftigung darf das monatliche Entgelt nicht mehr als 425,70 Euro betragen. Die Arbeitszeit beträgt je nach Arbeitgeber zwei bis drei Tage die Woche und lässt sich gut mit dem Studium kombinieren.
  • Freier Dienstvertrag: Gegen Entgelt erbringt der Arbeitnehmer Dienstleistungen für einen Betrieb und kann die Arbeitszeiten und den Arbeitsablauf selbst bestimmen. Im Gegensatz zum Werkvertrag wird man beim freien Dienstvertrag nach Stunden bezahlt und nicht für ein Werk.

3. Auf die Planung kommt es an

Typplt empfiehlt, sich vorher zu überlegen, wie viel Zeit in den Job investiert werden kann und folgende Fragen sollten gestellt werden:

  • Wie aufwendig ist mein Studium?
  • Wie lange brauche ich um den Stoff aus den Lehrveranstaltungen zu lernen?
  • Habe ich sonstige Verpflichtungen?

„Im Zweifelsfall beginnt man mit weniger Stunden und steigert diese im Nachhinein. Viele Unternehmen lassen mit sich reden und man kann die Stundenanzahl nach ein paar Monaten noch erhöhen.“, sagt Typplt.

4. Studienbezogener Job

Die durchzechten Nächte finden nun ein Ende, denn für die Zukunft nach dem Studium empfiehlt sich eine Beschäftigung passend zum Fachgebiet. Ein Ferialpraktikum kann dabei unterstützen, erste Einblicke in die Berufswelt zu bekommen und zusätzlich das bereits Erlernte einzusetzen. Oft bieten Unternehmen Ferialpraktikanten die Möglichkeit, eine feste Anstellung nach dem Praktikum zu bekommen und ihr könnt neben eurem Studium zusätzlich etwas Geld verdienen.

"Die ersten Kontakte entstehen bereits mit der Bewerbung."

5. Kontakte knüpfen

„Die ersten Kontakte entstehen bereits mit der Bewerbung.“, erläutert Typplt. Außer Zweifel steht, dass Unternehmen spannende und interessante Bewerbungen einer standardisierten Version vorziehen. Vor allem soziales Engagement, das Mitwirken in einem Verein oder eine Reise in fremde Länder um die Kulturen kennen zu lernen heben den Lebenslauf von anderen ab. Des Weiteren empfiehlt Typplt einen positiven Eindruck innerhalb des Unternehmens zu hinterlassen um später Referenzen und Weiterempfehlungen zu bekommen.

6. Den passenden Job finden

Für viele gestaltet sich die Suche nach der passenden Beschäftigung als schwierig. Solltet ihr planlos zahlreiche Jobbörsen durchsuchen und nicht fündig werden, fragt in euer Universität nach. Bei jedem Fachbereich werden Stellenangebote ausgeschrieben, die zu eurem Studium passen und sich in eurem Lebenslauf sehen lassen können. Auch die ÖH und verschiedene Studienvertretungen bieten neben den zahlreichen Studentenfesten Jobbörsen an und sind gute Ansprechpartner in puncto Nebenjob.

7. Lasst euch nicht ausnutzen

Leider kommt es auch vor, dass Unternehmen Studenten als „Mädchen für alles“ einstellen oder nicht entsprechend für die Leistungen entlohnen, da es keine gesetzlichen Regelungen für Praktika gibt. Typplt erklärt: „Man sollte immer aufpassen was man da unterschreibt und sich den Vertrag genau durchlesen.“ Sollten Probleme bei einem Praktikum oder einem Arbeitsverhältnis auftauchen, kann das bei der ÖH, der Arbeiterkammer oder hier gemeldet werden.

8. Findet die richtige Balance

Ganz wichtig dabei ist es, dass ihr in eurem Nebenjob nicht zu sehr eingebunden werdet oder zu viele Überstunden macht. Typplt empfiehlt den Zeitaufwand für einen Nebenjob so einzuplanen, dass noch genügend Zeit für das Studium bleibt und auch die Freizeit nicht zu kurz kommt.

9. Habt Spaß an eurer Arbeit

Der wohl wichtigste Punkt ist die Freude bei der Arbeit. Heimo Typplt empfiehlt Studierenden, einen Job zu suchen der den eigenen Fähigkeiten entspricht und der Freude bereitet. Dabei soll man sich selbst die Frage stellen, welche Bereiche einem liegen und was man sich persönlich zutraut.

10. Never give up

Hattet ihr schlechte Erfahrungen oder einfach nur Pech bei der Jobsuche? Gebt nicht auf! Sollten Fragen oder Probleme bei der Arbeit auftauchen, kann sich jeder Arbeitnehmer in Österreich an die Arbeiterkammer und ihre Einrichtungen wenden, Studierende können auch den Rat von Studierendenvertretungen einholen.

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