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Zeit, die Augen aufzumachen

Es heißt, die Studierenden unserer Zeit sind unpolitisch. Die Wahlbeteiligung bei ÖH-Wahlen sinkt und wenige engagieren sich in Studentenparteien. Doch lohnt sich politisches Engagement überhaupt? Ein Kommentar von Studentin Paula L. Trautmann.

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Von der Uni in die Arbeit hetzen. Am Abend Hausarbeiten erledigen und Texte lesen. Das ist der Alltag vieler Studenten. Sich neben Doppelstudium, Praktikum und Job auch noch politisch zu engagieren, ist für die meisten zu zeitaufwendig. Das Gefühl, nichts bewirken zu können, machtlos gegenüber der regierenden Elite zu sein, spielt allerdings auch eine Rolle in der Politikverdrossenheit. Die Frustration, die viele Studenten in Bezug auf die Politik empfinden, hält sie davon ab, sich zu beteiligen. Außerdem herrscht in Parteien wohl auch das Motto „mitlaufen statt selbst verändern“. Vielen gefällt diese Devise nicht und deshalb lehnen sie das Engagement in der Politik ab.

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) kann als Polit-Sprungbrett dienen.

Auch wenn dies eher trübe Aussichten auf das politische Engagement der Studenten sind, so kann es sich freilich auch lohnen, sich für seine Überzeugungen einzusetzen. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) kann als Polit-Sprungbrett dienen. Auch Christian Kern, Heinz Fischer und Matthias Strolz waren Teil der ÖH. Beteiligung am politischen System ist allein aus dem Grund rentabel, da die Zukunft kommender Generationen auf dem Spiel steht. Etwas zu verändern, die Regierung mitbestimmen, für die eigenen Werte einstehen und ein Teil von Entscheidungen zu sein, ist wichtig für die Demokratie. Und die eigenen Rechte wahrzunehmen, zu Zeiten in denen dies in manchen Ländern nicht möglich ist.

Ob Trump, Brexit, Rechtsruck oder Putsch in der Türkei, politisch hat sich viel getan im vergangenen Jahr. Das allein sollte Zeichen genug sein, dass politisches Engagement einen Sinn hat. Es rentiert sich einfach mal den eigenen Schweinehund zu überwinden, sich zu engagieren und versuchen etwas zu verändern, anstatt abends vor dem Fernseher zu sitzen. Ein Vorbild für all die zukünftigen Generationen sein, die Stimme erheben für Gerechtigkeit, Freiheit und Umwelt zahlt sich aus. Was hat man schon zu verlieren? Engagiert euch.

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