Generation Z im Faktencheck SOFA Magazin
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Studierende der Generation Z: 3 Klischees im Faktencheck

Die „Zoomer“ (Generation Z) sind Smartphonesüchtig, nicht ehrgeizig oder kommunikations- und beziehungsunfähig? Vorurteile gibt es gegenüber jeder Generation. Welcher Behauptungen nun tatsächlich auf die Gen Z zutrifft, erklären wir euch in diesem Artikel. Also lehnt euch zurück und lass uns euch aufklären. 

Fakten zur Generation Z

Diese Generation wurde zwischen 1995 und 2012 geboren und sind die Nachfolger der Generation Y, der sogenannten „Millennials“. Eine genaue Abgrenzung beider Generationen ist jedoch schwierig und nicht besonders sinnvoll, da die Übergänge der Jahrgänge eher fließend zu beobachten ist.  

Die Gen Z lebt nach ihren eigenen Wertvorstellungen, traditionelle Ideale oder Vorstellungen vom perfekten Leben stoßen bei ihnen auf starken Widerstand. Dafür legen sie viel Wert auf Gerechtigkeit, Umweltschutz, Familie & Freunde sowie Freiheit und Entscheidungsmacht.  

Stichwort Geborgenheit: Der Rückhalt von Familien und Freunden ist der Generation Z wichtiger als je zuvor, da viele Beziehung dieser Gesellschaftsgruppe vorwiegend digital gepflegt werden und somit im realen Leben nicht belastbar sind. Da muss dann doch nochmal die Mama oder der / die beste Freund:in für eine Umarmung herhalten, wenn einem das Herz gebrochen wurde 💔. 

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Das mögen zwar durchaus positive Eigenschaften sein, doch wie jede andere Generation unterliegt auch die Gen Z unabdingbaren Herausforderungen.

Enormer Leistungsdruck

Dieser Druck kann unter anderem auch daher kommen, weil sich die Generation Z permanent auf Social Media – wenn auch unterbewusst – mit dem vermeintlich besseren Leben anderer Personen vergleichen. Zudem tut sich die Gen Z schwer, Entscheidungen zu treffen und vor allem getroffene Beschlüsse nicht wieder in Frage zu stellen.  

Dreht man den Spieß um, so unterliegen Arbeitgeber:innen immer stärker den Ansprüchen und Wertvorstellungen der Gen Z. Der Schlüssel, Personen der Generation Z als zufriedene, ehrgeizige Arbeitnehmer:innen zu gewinnen liegt darin, ihnen zuzuhören und sie an Entscheidungen zu beteiligen.  

So, genug Fakten über dieser Alterskohorte – kommen wir zu den funny Vorurteilen.  

#1 Die Generation Z ist faul und nicht ehrgeizig genug 

Zudem wird ihr vorgeworfen, unrealistische Berufswünsche wie Model, Influencer oder Superstar zu haben. Doch ganz im Gegenteil: die Vorstellungen zu Karriere- und Berufsleben in der Gen Z sind eher altbacken und konservativ: 8-Stunden-Arbeitstage, geregelte Arbeitszeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance gelten als ideal und erstrebenswert. 

#2 Die Gen Z ist vom Smartphone abhängig und onlinesüchtig 

Nun, dass die Generation Z den Großteil ihrer Zeit online verbringt, liegt wohl an der ausgeprägten Technikaffinität. Warum viele Mitbürger:innen und Arbeitgeber:innen diese Eigenschaft grundsätzlich als negativ ansehen, weiß ich auch nicht. Aber Hauptsache, sie bitten uns um Hilfe, wenn der Fernseher mal wieder nicht funktioniert 😉. Da diese Generation auch zu den Digital Natives zählt, ist die häufige Nutzung von Internet, Smartphone & Co. nicht verwunderlich.

💡 Faktencheck

Als Digital Natives werden junge Menschen, die im Digitalzeitalter aufgewachsen sind, bezeichnet. Sie sind mit dem Internet, Computern, Smartphones, Social Media etc. seit Kindheit an vertraut und kennen sich deshalb in der digitalen Welt besonders gut aus.  

#3 Selbst ist die Frau / der Mann  

Man gewinnt nur alleine – deshalb erledigt die Gen Z die Dinge lieber selbst, bevor auch nur ein Hauch an Unsicherheit durch eine dritte Hand entstehen könnte. Nun ja, richtig ist: Die Generation Z hat ein großes Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität – sowohl am Arbeitsplatz als auch privat. Das impliziert aber nicht, dass sie asozial oder Freiheitsverweigerer sind. Die Gen Z schätzt Verbindlichkeit und Verlässlichkeit, was sich wiederum in der Forderung nach strukturierten, effizienten Abläufen und Prozessen – vor allem in der Arbeitswelt – widerspiegelt. Sie bevorzugen es, Dinge vorgezeigt zu bekommen, bevor sie stundenlang selbst danach suchen müssen.  

Gilt das Scheitern in der vorhergehenden Generation Y noch als Chance, verschwendet die Gen Z nicht einen Gedanken daran – Scheitern ist keine Option.  

Fazit ist, dass die Generation Z, wie auch andere Generationen davor, mit ungerechtfertigten Vorurteilen zu kämpfen hat – uns aber stets das Gegenteil beweist 😊. 

Generation Z im Faktencheck SOFA Magazin
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Die „Zoomer“ sind faszinierend? Dann lies nach, wie sich die Generation Z im Studium schlägt und welche Herausforderungen Studierende dieser Generation haben.