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Besonders Einwegplastik ist problematisch. (Bild: Pexels / Polina Tankilevitch)

Wasserflasche und Nudelpackungen: Plastik im Studienalltag

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Vom gut gemeinten Mitbringsel für die WG zum Umweltsünder und das, obwohl man extra auf die Papierverpackung geachtet hat. Verstecktes Plastik ist oft ärgerlich, mit unseren Tipps aber vermeidbar!   

Österreich belegt im EU-Ranking Platz vier der Plastikproduzenten und damit befindet es sich Ländervergleich über dem Durchschnitt. Auch bei der Wiederverwendung von Kunststoff und dem Recycling schneidet Österreich eher schlecht ab. Nur ein Drittel des Plastikverpackungsmülls wird am Ende wiederaufbereitet.  

“Es ist allseits bekannt, dass besonders Einwegplastik eine enorme Belastung für unsere Umwelt darstellt.”, sagt Jacqueline Maier, Zero–Waste–Expertin von Das Gramm Graz

Plastik ist deshalb problematisch, weil zur Erzeugung Erdöl benötigt wird. Erdöl ist nicht nur eine immer knapper werdende Ressource, sondern trägt auch wesentlich zu Umweltschäden bei.  

Aber wie können wir der Plastikflut im Alltag entgegenwirken?  

Gemeinsam mit Zero–Waste–Expertin Jacqueline Maier haben wir drei Tipps aufgeschrieben, die dabei helfen können, die Plastikflut im Alltag zu reduzieren.  

1. Jeder Einkaufszettel ist ein Stimmzettel 

Jacqueline rät zum direkten Kauf am Produktionsort, oder auch in Unverpacktläden. Gerade am Land ist man häufig in der glücklichen Lage, Lebensmittel direkt am Bauernhof zu erwerben. Bringt man dann seine eigenen Behälter mit, kann auch da das Sackerl vermieden und unverpackt eingekauft werden. Auch in Supermärkten gibt es mittlerweile immer öfter die Möglichkeit, trockene Lebensmittel, wie Nudeln, Reis oder Hülsenfrüchte, unverpackt zu kaufen. Obst und Gemüse brauchen meistens ohnehin keine Verpackung. 

2. Mogelpackungen gezielt erkennen

Der beste Weg, um verstecktes Plastik zu erkennen, ist im Vorhinein zu recherchieren, welche Verpackungen und Produkte tatsächlich plastikfrei sind. Tetra Paks, zum Beispiel, bestehen aus einem Gemisch aus Karton und Plastik, wodurch es sehr schwierig ist, sie zu recyceln.  

Ob eine vermeintliche Papierverpackung tatsächlich nur aus Papier besteht, kann schnell mit dem Reiß-Test überprüft werden: Dazu einfach die Verpackung an einer Stelle einreißen und sehen, ob eine Folie zum Vorschein kommt oder ob viel Kraft dafür benötigt wurde. Natürlich ist das nur mit bereits gekauften Produkten möglich, jedoch kann so zukünftig unnötiger Plastikkauf vermieden werden.  

3. Plastik in Kosmetika, Lebensmitteln und anderen Produkten erkennen

„Die ungeschminkte Wahrheit ist, dass wir uns regelmäßig Plastik auf das Gesicht schmieren. Sei es in Form von Make-up, Puder oder Lippenstift“, sagt Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich. Die kostenlose App „CodeCheck“ kann dabei helfen, Inhaltsstoffe in verschiedenen Produkten auf einen Blick zu erkennen, indem man einfach den Barcode scannt. Basierend auf wissenschaftlichen Ergebnissen wird dir angezeigt, aus welchen Stoffen das Produkt besteht und ob diese als bedenklich oder unbedenklich eingestuft werden.  

Tipp
Hier kannst du die CodeCheck – App für iOS und Android downloaden.

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