Studenten beim Brainstorming
STEOP? Jobs? Beihilfen? Hier ein paar Tipps zum Studienbeginn!

Inskribiert: Was nun? So startest du erfolgreich dein Studium!

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Mit dem Beginn eines Studiums entsteht ein großes, neues und vor allem unbekanntes Kapitel in deinem Leben. Um den Einstieg in das Studium, zumindest auf organisatorischer Ebene, zu erleichtern, präsentieren wir dir hier alle Tipps und Tricks, die du besonders am Anfang wissen musst.

 

VU, SE & Co Welche Vorlesungstypen gibt es?

Es ist wichtig zu wissen, dass es unterschiedliche Lehrveranstaltungstypen gibt. Jeder Lehrveranstaltungstyp hat auch jeweils andere Anforderungen. Es werden die gängigsten Typen genannt, die vor allem die Anwesenheit in den Fokus nehmen.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen: Anwesenheit ist notwendig.

Beispiele:

  • Übungen („UE“
  • Das Konservatorium
  • Proseminare („PS“)
  • Seminare („PS“)

Nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen: keine Anwesenheit notwendig. Beispiele:

  • Vorlesungen („VO“: Meistens Frontalvorträge)
  • Vorlesungen mit Übung („VU“)

Was ist denn bitte die STEOP?

Wenn ein Studium begonnen wird, gilt zunächst in sehr vielen Fällen die Studieneingangs- und Orientierungsphase zu bestehen, kurz STEOP. Diese umfasst Pflichtlehrveranstaltungen, die zu Studienbeginn erfolgreich absolviert werden müssen. Es ist wichtig, diese Prüfungen bei einem von insgesamt vier Antrittsversuchen zu bestehen, denn diese sind für die weitere problemlose Anmeldung zu Lehrveranstaltungen erforderlich und schärnken ansonsten die Anmeldung zu weiteren Lehrveranstaltungen ein. Wenn die STEOP nach vier Antritten noch immer nicht bestanden wurde, dann ist ein Studium an der jeweiligen Fakultät nicht mehr möglich.

Kontakte Knüpfen: so geht’s!

Das Studentenleben ist nur dann spannend, wenn man sich mit Gleichgesinnten über das tägliche Studentenleben austauschen kann. Kontakte sind selbstverständlich sehr wichtig, vor allem für zugezogene Studenten und Studentinnen. Um schneller in Kontakt zu treten, gibt es beispielsweise die App „Studo“.

Studo ist eine österreichische App, mit der du dein Studium einfach organisieren und hochschulübergreifend mit anderen Kolleg*innen in Austausch stehen kannst. Seit nicht all-zu langer Zeit gibt es auch eine Funktion, die jede Woche eine neue Person vorschlägt, um in Kontakt zu treten. Dadurch besteht die Möglichkeit, jede Woche eine neue Person kennenzulernen.

An vielen Universitäten gibt es auch Mentoring Projekte, z.B. an der Universität Salzburg: Bei diesem Projekt bekommt ein „Ersti“ nach rechtzeitiger Anmeldung eine Person aus einem höheren Semester zugeteilt. Dadurch kann ein guter Austausch über Studieninhalte entstehen und eventuell kann sich sogar eine Freundschaft daraus entwickeln.

„Ich war schon sehr froh über das Mentoring Angebot, weil ich mich am Anfang des Studiums nicht ausgekannt habe und durch die Offenheit des Mentors schnell gute Einblicke bekommen konnte.“

Jette, 21

Auch deine Universität bzw. Fachhochschule hat vermutlich ein Mentoring-Projekt! Am besten fragst du deine Studienrichtungsvertretung.

Jobs und Beihilfen: Worauf muss ich achten?

Das Wohnen ist teuer. Die Mietpreise steigen jährlich und dennoch gibt es eine Zuverdienstgrenze für Studierende ab 20, die eine Familienbeihilfe beziehen oder/und Anspruch auf Studienbeihilfe haben. Um die Zuverdienstgrenze nicht zu verletzen, darf das zu versteuernde Gesamteinkommen den Betrag von 15.000 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Brutto, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld!

Es gibt Ausnahmen, die nicht zu dieser Summe zählen. Das sind beispielsweise die Studienbeihilfe, das Arbeitslosengeld, der Wohnbauförderungsbeitrag, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen, die im Falle einer Krankheit oder einer Behinderung entstanden sind.

Die Familienbeihilfe kann bis zum Alter von 24 Jahren bezogen werden,gilt aber für die gesetzliche Mindeststudienzeit. Bis zum Alter von 25 kann sie maximal bezogen werden, wenn die Ableistung des Präsenz-, Zivil- oder Ausbildungsdienstes dazwischengekommen ist oder eine freiwillige Hilfstätigkeit mit einer Dauer von acht bis zwölf Monaten absolviert wurde.

Die Studienbeihilfe wird nur dann gewährt, wenn eine soziale Förderungswürdigkeit (geringes Einkommen, Familienstand und Familiengröße) und ein günstiger Studienerfolg vorliegen. Prinzipiell kann jede Person Antrag auf Studienbeihilfe stellen und diese wird auch individuell berechnet.

„Gerade am Anfang wusste ich nicht, welche Förderungen ich bekommen kann und dass es Semesterticket gibt.“

Viktoria, 22

Empfehlung: Für mehr Unterstützung im Beihilfen-Ddschungel, bietet dir die ÖH tolle Beratungsmöglichkeiten.

Zwischen WG, Studentenheim und eigener Wohnung

Ob Studentenheim, Wohngemeinschaft oder Singlewohnung: Es gibt die unterschiedlichsten Wohntypen.

Die Wohngemeinschaft, kurz WG, ist ein Modell, welches sich höchstwahrscheinlich gut eignet, um schnell Kontakte zu knüpfen. WG-Zimmer sind meist noch erschwinglich und erfordern wenig Bürokratie.  

In einem Studentenheim kann man sich zu jedem Zeitpunkt anmelden, aber auch hier gilt „je früher, desto besser“. Das Mietverhältnis in einem Studentenheim ist für gewöhnlich mindestens 12 Monate und auch die Kündigungsfrist liegt in aller der Regel bei drei Monaten.  

Die eigene kleine Wohnung bietet einen individuellen Rückzugsort, aber nicht selten eine Kostenfrage. Obacht: Um eine Wohnung anzumieten, ist so gut wie immer ein Einkommensnachweis erforderlich sowie eine höhere Kaution zu hinterlegen.

„Für mich ist nie zur Debatte gestanden, dass ich in eine WG oder ein Studentenheim ziehe.“

Belinda, 22

Empfehlung

Im Internet gibt es sehr viele Plattformen, die innerhalb Sekunden Inserate zu unterschiedlichen Wohnungen oder Wohngemeinschaften auflisten. Anbei die gängigsten:
Studium.at
Schwarzes Brett der ÖH
Willhaben

Wenn noch Fragen offen sind, die nicht im Laufe dieses Artikels beantwortet wurden, dann ist die Studienvertretung oder die ÖH eine gute Anlaufstelle.

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