Pensionsvorsorge – wozu?

Auch wenn die Pension für die meisten Studierenden noch in ferner Zukunft liegt, sollten wir dennoch in unsere Pensionsvorsorge nicht nur Gedanken, sondern auch Geld investieren. Wozu? Damit du auch im Alter genügend Moneten für einen guten Lifestyle zur Verfügung hast – und vor allem – keine finanziellen oder gesundheitlichen Sorgen hast.  

Im folgenden Artikel verraten wir dir die Hard Facts und Bedingungen zur und für die Alters- und Pensionsvorsorge. 

Stell dir vor, du hast es geschafft, der allerletzte Arbeitstag liegt hinter dir und du kannst es kaum erwarten, dich auf die Couch zu gnotzen – und das für die nächsten 20 Jahre! Endlich hast du Zeit für alte und neue Hobbies, deine Enkelkinder oder einfach nur für dich selbst. So sorglos stellen wir uns unsere Zukunft vor. Das funktioniert jedoch nur, wenn man rechtzeitig darin investiert.  

Wie funktioniert die Pensionsvorsorge?

Die Alterspension steht grundsätzlich jeder versicherten Person zu, die das gesetzliche Pensionsantrittsalter erreicht hat. In Österreich liegt das Regel-Pensionsalter aktuell für Frauen bei 60, für Männer bei 65 Jahren. Darüber hinaus bestimmen noch viele weitere Faktoren die Höhe der Pension, die man am Ende vom Staat ausbezahlt bekommt, beispielsweise die Versicherungsart oder die Art des Aktiveinkommens vor der Pension.

Was ist die „Pensionslücke“?

Die sogenannte „Pensionslücke“ ergibt sich aus der Differenz des aktiven Einkommens und der Pensionsleistung. Der Staat ist verpflichtet im Rahmen der gesetzlichen Pension, allen Pensionist:innen einen gewissen Betrag auszuzahlen. Dieser Betrag ist üblicherweise nicht besonders hoch, deshalb ist es empfehlenswert, zusätzlich privat vorzusorgen. Um den wohlverdienten Ruhestand in vollen Zügen zu genießen, muss man also früh genug, am besten mit kleinen, monatlichen Beiträgen, ein langfristig bestehendes Kapital aufbauen. 

Mann der drei Münzstapel vor sich liegen hat und eine Münze auf den linken Stapel drauflegt
Foto von Towfiqu barbhuiya on Unsplash

Factbox: Die meisten Arbeitgeber:innen bieten im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses die Möglichkeit einer zusätzlichen Pensionsvorsorge, in Form einer Versicherung, die auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bestehen bleibt. Zusätzlich kann auch noch eine freiwillige, private Vorsorge abgeschlossen werden.  

Was ist eine Pensionszusage? 

Sogenannte Firmenpensionsversprechen bringen nicht nur für den Arbeiternehmer bzw. die Arbeitnehmerin einige Vorteile mit sich, sondern auch für die Unternehmen, die eine Pensionszusage anbieten. So ersparen sich Arbeitgeber:innen laufende Steuerkosten durch den Aufbau einer Pensionsrückstellung, können auf Lohnnebenkosten sowie Sozialversicherungsbeiträge verzichten und die Risikoabsicherung der Arbeitnehmer:innen ist vollständig als Betriebsausgabe absetzbar. Darüber hinaus gewinnen Unternehmen durch solche Offerte motivierte Leistungsträger:innen, wodurch die Unternehmensbindung und -loyalität gestärkt wird.  

Pensionsvorsorge-Tipps: Wie du am besten fürs Alter vorsorgst!

  • Zuallererst: Der Faktor Zeit ist bei der Pensionsvorsorge praktisch unschlagbar, je früher du einzahlst, desto mehr Geld sparst du dir – sonst verschenkst du immense Zinseneffekte. Zahle also lieber bereits mit 20 Jahren einen kleinen Betrag pro Monat in deine Altersvorsorge ein, als erst mit 40 Jahren hunderte Euro im Monat.  
  • Nütze die Vorteile aus den Betriebspensionen, staatlich geförderten Pensionen oder Sparplänen, denn die gesetzlichen Pensionen reichen häufig nicht für ein angenehmes Leben im Alter aus. 
  • Unbewegliches Anlagevermögen bleibt (fast) für immer – auch ein Eigenheim kann eine sinnvolle Geldanlage darstellen.  
  • Abgesehen von Immobilien als Kapitalanlage empfiehlt es sich, das Geld zu streuen. Das bedeutet, dass du monatlich nicht nur in eine Geldanlage einzahlst, sondern in mehrere, beispielsweise in die gesetzliche und private Pensionskasse, in den Bausparvertrag oder in die Lebensversicherung.  

Factbox: Eine zusätzliche, private Altersvorsorge ist vor allem für Frauen unerlässlich! Auch wenn der Anteil der erwerbstätigen Frauen ständig steigt, sind sie aufgrund einiger Aspekte hinsichtlich ihrer gesetzlichen Pensionshöhe benachteiligt. Dazu zählt zum Beispiel das Lohnniveau von weiblichen Arbeitnehmerinnen, welches nach wie vor unter jenem von männlichen Arbeitnehmern liegt. Dazu mindern Schwangerschaften und die damit verbundene, teilweise mehrjährige Auszeit die monatliche, in die Pensionskasse einzuzahlende Geldsumme. Außerdem leben Frauen statistisch gesehen länger als Männer.  

Pensionsvorsorge - Frau von hinten die mit zwei erhobenen Händen ins Meer schaut
Foto von Ryan Moreno on Unsplash

Grundsätzlich gilt: Planung ist der Schlüssel zum Erfolg! Setze dir Ziele für dein Leben im Alter, die dich motivieren, regelmäßig in die Vorsorgekasse einzuzahlen. Außerdem solltest du nicht darauf vertrauen, dass dir die gesetzliche Altersvorsorge ein chilliges Gnotzen auf der Couch ermöglicht – deswegen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 

Factbox: Auch wenn du eine Zeit lang den gewünschten Betrag nicht in die Pensionskasse einzahlen kannst, kündige deinen Vertrag auf keinen Fall! Bei einer vorzeitigen Beendigung wären deine Familienangehörigen und du nicht mehr versichert, wenn etwas passiert. Außerdem würdest du einen Teil deiner Altersvorsorge aufgeben und das wäre sehr schade.  


Zuerst die Arbeit, dann die Pension

Vor der Pension haben Studierende in der Regel noch einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, an Arbeit vor sich. Darum sollte man sich zusätzlich zur Pensionsvorsorge auch mit dem Thema Future Work auseinandersetzen. Denn die Arbeitswelt verändert sich und wird durchwegs flexibler für eine bessere Work-Life-Balance.