Wütende Frau
Foto von Keira Burton

D’grantige Mitzi: Universitäten brauchen a Göd! 

Griaß eich, I bin’s wieder, die grantige Mitzi! Heit bin i scho wieder grantig. Die Universitätskonferenz (uniko) schlogt Alarm, weil den Universitäten des Göd ausgeht. Vo an Budgetloch vo 475 Millionen Euro is die Red‘. Warum? Na i sog eich, warum. Passt’s guad auf! 

Weil die galoppierende Inflation, die uns grod eh ois zaumhaut, jetzt a no des Drei-Jahres-Budget vo de Hochschulen frisst. Jo genau, deshoib hom’s jetzt a Budgetloch. Jetzt wü de Seidler Sabine, de Chefin vo da Universitätskonferenz, natürlich mehr Göd vo da österreichischen Bundesregierung hom. Des is jo a irgendwie söbstverständlich, oda?! Hom jo die Hochschulen während da Corona-Krise an wichtigen Beitrog g’leistet. Angeblich, so sogt des die Seidler, hom die Hochschulen die Mehrkosten, wos in die letzten zwei Joah entstaund’n san, söwa g‘stemmt und kane Hüfszahlungen vom Staat g’fordert. Jetzt wo Österreich, die Unternehmen und die Menschen söwa, mit da höchsten Inflation seit de 70er-Joah zum kämpfen hobn, geht a den Universitäten und Fachhochschulen die Luft und des Göd aus. Des is jetzt anfoch nimma zu dastemmen. 

De Universitäten hob’n wirklich ka Göd

Owa wos haßt des konkret, a Budgetloch? Die Leit draußen schimpfen jo über die Universitäten, dass eh auf g’nuag Göd sitzen. Nana, so is des a wieder ned! Des wird jo mit da Politik so ausg’handelt. Und die Summe, die die Hochschulen fia die Jahre 2022 bis 2024 kriag’n, is jo domois im Joah 2020 festg’legt worden. Des haßt, dass die Auswirkungen vo da Inflation und de damit verbundenen Preissteigerungen in jedem Bereich des Lebens jo domois no ned mid eingerechnet worn san. Na no na ned! Wie denn a? Hod jo kana kumman g‘sehn, dass ma uns im Joah 2022 über g’stiegene Energiekosten und oag hohe Lebensmittelpreise Gedaunken moch’n miass’n.

Wo bleibt de große Entlastung vo da Politik?

Najo, und jetzt steh‘ ma do und schau ma blöd aus da Wäsch. Und de Türkis-Grünan hom no immer kane Ideen. Angeblich kummt jetzt no im Herbst a Strompreisdeckel fia Haushalte, i glaub owa, dass ma den a fia Unternehmen und Hochschulen brauchn. Weil es hod kana wos davo, wenn ma si privat die Energiekosten wieder hoibwegs leisten kau, owa ned in die Oaweit oder auf’d Uni und FH foahn kau, weil die Hochschulen zuasperr’n messn. Wenn i nur draun denk, do werd i so grantig! Oft, und der Gedaunke wird immer mehr, bin i davo überzeigt, dass unsere Politikerinnen und Politiker in Bezug zur Lebensrealität vo de Leit verloren hom – und des scho vor launga Zeit. 

Es muass dringend g’handelt werdn

Wenn jetzt ned g’handelt wird, wird’s in den Hörsälen wieder sehr leise. Und ma deaf ned vagessen: A auf die Unis und FHs gibt’s Arbeitsplätze – und des san ned weng. Es is ned so, dass duat nur Studentinnen und Studenten sitz’n und in’d Luft schauen. De Menschen miass’n bezahlt a werden und wenn des Göd owa fehlt, trifft‘s in erster Linie die Studierenden, die Forschung und des Personal, wenn g’kürzt werden muss. 

Oiso, liebe Bundesregierung, auf geht’s! Mochts endlich wieda wos fia’d Leit, weil grantig sama eh scho alle. Vor allem i, die grantige Mitzi. Auf bald und mocht’s is guad und typisch österreichisch – nämlich grantig! 

Übrigens: Folgende Beihilfen kennt’s beantragen, wenn’s eich fia a Studium entscheidets: